- Text: Patrick Heidmann
- Erscheinungsdatum: ..4.
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Der Räuber
Mit seinem zweiten Film nach „Schläfer“ erzählt Benjamin Heisenberg eine auf einem wahren Fall der österreichischen Kriminalgeschichte basierende Story. Johann Rettenberger (Andreas Lust) trainiert im Gefängnis auf Hof und Laufband, um gleich nach seiner Entlassung als Marathonläufer Erfolge zu feiern. Nebenbei raubt er, der eigentlich Unterschlupf bei einer alten Bekannten (Franziska Weisz) gefunden und alle Chancen für einen gelungenen Neuanfang hat, schnell auch wieder Banken aus – und flüchtet nicht selten zu Fuß. Auf Dauer geht das natürlich nicht gut, weswegen Heisenbergs vollkommen auf Psychologisierung verzichtender Film nach ruhigem Beginn zusehends Actionpotential entwickelt. Die Verquickung der langsamen Spröde der so genannten Berliner Schule, der man den Regisseur gemeinhin zurechnet, mit waschechten Stilmitteln des Thriller-Genres hat so noch keiner vor ihm auf die Spitze getrieben , wofür „Der Räuber“ zu Recht in den diesjährigen Berlinale-Wettbewerb eingeladen wurde
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18.02.2012
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