- Text: Karola Kostede
- Erscheinungsdatum: ..04.03.2010
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Bewertung:
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Crazy Heart
Der gebrochene Countrystar
Der ehemalige Country- und Westernstar Bad Blake (Jeff Bridges) tourt mit 57 Jahren durch die amerikanische Provinz. Bad tritt in Bowlinghallen und Bars auf säuft, raucht und ist für gewöhnlich bei seinen Auftritten sternhagelvoll. Zwischendurch taumelt er dann von der Bühne, um mal kurz in einen Blecheimer zu kotzen. Für diese brillante Performance bekam Bridges ("The Big Lebowski“) bereits einen Golden Globe – und hoffentlich beschert ihm diese Anti-Heldenrolle endlich auch den wohl verdienten Oscar. Denn Bridges ist so gut, als hätte er in seinem Leben nie etwas anderes gemacht als gepöbelt, gesoffen und gesungen.
Erst als Bads Manager ihm endlich einen Job im Vorprogramm von Superstar Tommy Sweet (Colin Farrell) beschafft, scheint es wieder aufwärts zu gehen. Zudem tritt die rund 20 Jahre jüngere Journalistin Jean (Maggie Gyllenhaal, ebenfalls Oscar-nominiert), in Bads Leben. Doch die neue Liebe bringt nicht unbedingt die große Wende.
Regisseur Scott Cooper liefert mit seinem Debütfilm "Crazy Heart“ die leise, wahrhaftige und tiefgründige Geschichte eines Country-Altstars, ohne ihn dabei in eine Schublade zu quetschen. Die Story basiert auf dem gleichnamigen Roman von Thomas Cobb und steckt voller Scheitern und voller Musik. Bridges singt zudem alle Songs selbst, und wenn er am Ende wieder zur Gitarre greift und mit leiser aber rauer Stimme komponiert, ist es im Kinosaal ganz still, denn er singt so aufrichtig wie er spielt. Was vielleicht auch daran liegt, dass alle Songs aus den Federn von Ryan Bingham und Grammy-Gewinner T-Bone Burnett stammen, der schon Soundtracks für "Walk the Line" und "O Brother Where Art Thou?“ lieferte. Absoluter Lieblingssong aller Kinogänger ist ab sofort jedenfalls ohne Frage "The Weary Kind“.
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City Light Thief, Love A
18.02.2012
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