- Text: Cornelis Hähnel
- Erscheinungsdatum: ..09.09.
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Bewertung:
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Zarte Parasiten
Manu (Maja Schöne) und Jakob (Robert Stadlober) wohnen im Wald und verdienen ihr Geld damit, Menschen zu geben, was ihnen fehlt: Hilfe, Zuneigung, Interesse. Manu pflegt eine alte Frau und Jakob nimmt bei einem Paar die Rolle des verstorbenen Sohnes ein. Doch das Lebensmodell der beiden entwickelt ein emotionales Eigenleben.
Die Grundidee von „Zarte Parasiten“ (ab 9.9.) ist zugleich Qualität und Schicksal des Films. Einerseits agieren die Protagonisten nicht als verklärte Weltverbesserer, sondern füllen gezielt und egozentrisch die Leere im Leben anderer. Andererseits müsste man eigentlich das Pärchen auf eine metaphorische Ebene heben, das die permanente Sehnsucht einer sich stets isolierenden Gesellschaft symbolisiert. Da man aber keinen Film nur hypothetisch lesen kann, stößt man zwangsläufig auf Mängel im Drehbuch. Das Regie-Duo Christian Becker und Oliver Schwabe bringt die Geschichte nicht ins Trockene und irgendwann verliert man das Interesse an den Parasiten, so zärtlich sie auch sein mögen.
Text: Cornelis Hähnel
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