unclesally*s, dein Musik-Magazin für Punk, Rock, Indie, Alternative, Indierock mit vielen Interviews und Rezensionen

Bild: The Expendables
  • Text: Fabian Soehtof
  • Erscheinungsdatum: ..26.08.2010
  • Bewertung:
  • Kommentar schreiben

The Expendables
Actionhelden-Stelldichein


Sie wollen es noch einmal wissen: In „The Expendables“ versammelt Sylvester Stallone als Regisseur und Hauptdarsteller seine größten Action-Kollegen zum Showdown. Handlung? Egal.

Expendable-Anführer Barney Ross (Sylvester Stallone) grinst, wie ein 64-jähriger Actionheld noch grinsen kann. „Ich komme nicht wegen dir“, sagt er nach einem 20-minütigen Showdown zum letzten Überlebenden (Eric Roberts) eines Gemetzels der Extraklasse und zeigt auf dessen Geisel. „Ich komme wegen ihr.“ Als ob man das nicht schon 70 Minuten lang gewusst hätte.
Aber von vorne: Ein „Expandable“ ist im Kriegsjargon einer, der im Kampf geopfert werden kann, wenn es denn dem Erreichen des militärischen Zieles dient. Die alternden Gesetzlosen in Stallones gleichnamiger Regiearbeit dürften demnach gar nicht mehr leben. Weil sie es aber doch tun, so lautet die Moral, ist vor allem dumm, wer seine Rechnung ohne sie aufmacht.

Die einzige Rettung von „The Expandables“ ist seine völlig überzogene Handlung und die Tatsache, dass man sich einen solchen Blockbuster ohnehin nicht in der Hoffnung auf raffinierte Plots (hier: dealterte Sondereinheit nimmt Auftrag an, einen Diktator zu stürzen/Drogenmafia/Doppeltes Spiel/Rette das Mädchen) ansieht, sondern wegen des geballten Actionhelden-Aufgebots! Stallone, Jason Statham, Jet Li, Dolph Lundgren, Mickey Rourke, Terry Crews, Randy Couture, Steve „Stonecold“ Austin und Bruce Willis spielen überraschend selbstironisch auch sich selbst – von Schwarzeneggers Cameo-Auftritt ganz zu schweigen. Und auf dieser Ebene – und nur da – funktioniert dieses erwartungsgemäß flache Fight’n’Shoot-Spektakel ab 18 ganz hervorragend. Martial Arts und Wrestling treffen auf Waffenvernarrtheit, Retro-SFX aus den Achtzigern und pure Brutalität. Bleibt kaum Zeit, Jean Claude Van Damme und Michael Dudikoff zu vermissen.

Text: Fabian Soethof


ANZEIGE







...zurück



Kontakt -  Impressum -  Mediadaten -  Abo ·  nach oben