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Bild: Groupies bleiben nicht zum Frühstück
  • Text: Patrick Heidmann
  • Erscheinungsdatum: ..16.09.2010
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Groupies bleiben nicht zum Frühstück
Verliebt in einen Teenie-Star


Auf dem Papier klingt die Sache zunächst wie eine schlechte Foto-Lovestory aus der Bravo: eine Schülerin (Anna Fischer) kommt vom einjährigen Austausch aus den USA zurück und verliebt sich prompt in einen alles andere als draufgängerischen, niedlichen Kerl (Kostja Ullmann), der zufällig ihren Weg kreuzt.

Davon dass er eigentlich Leadsänger der gerade angesagtesten Teenie-Rock-Band ist, hat sie keinen Schimmer. Doch natürlich kommt die Sache bald raus – und aus dem jungen Glück wird schnell ganz großes Chaos. Tatsächlich beginnt „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“einigermaßen albern. 20 Minuten lang staunt man peinlich berührt: über die unbedarft schlichten Dialoge und die hemmungslos gedroschenen Klischees, aber auch über Chris’ Band Berlin-Mitte, die der Musik, dem Namen und dem Kajal-Verbrauch nach sicher nicht zufällig an Tokio Hotel erinnert. Nun ist allerdings Kostja Ullmann um einiges charmanter und verliebenswerter als Bill Kaulitz und Anna Fischer so treffend besetzt wie lange nicht – und auch sonst kriegt der neue Film von Oscar-nominierten „Sophie Scholl“-Regisseur Marc Rothemund überraschenderweise noch ordentlich die Kurve.


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Irgendwann stimmen Timing, Humor („Touris!“) und meistens auch der Tonfall, so dass man Stereotypen wie den liebenswerten Bodyguard, den eiskalten Manager (Roman Knizka) oder die Klassenzimmer-Zicken à la Paris Hilton irgendwann gar nicht mehr als störend empfindet. Am Ende ist man gleichermaßen amüsiert wie gerührt, obwohl – oder gerade weil – Rothemund keine Hemmungen hat, bei Vorbildern wie „Notting Hill“ zu klauen.

Text: Patrick Heidmann


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