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Bild: Das Haus der Dämonen
  • Text: Peter Meisterhans
  • Erscheinungsdatum: ..2.
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Das Haus der Dämonen
Auf ins nächste Gruselhaus


„Nach einer wahren Begebenheit“ ist als Aufhänger klasse für einen Grusel-Schocker. Schließlich heißt das ja, dass an der Geschichte irgendetwas dran sein muss – was im Idealfall den Gänsehautfaktor steigert. Es sei denn natürlich, man hält so etwas für geschmackloses Marketing. „Das Haus der Dämonen“ beruht jedenfalls auf Ereignissen, die sich in den Achtzigerjahren in den USA zugetragen haben sollen: Der junge Matt Campbell (Kyle Gallner) hat Krebs und muss sich einer kostspieligen neuartigen Therapie unterziehen. Um dies zu ermöglichen, sucht die Familie nach einer Bleibe in der Nähe des Krankenhauses. Das Geld ist knapp und so entscheidet sich Matts fürsorgliche Mutter (Virginia Madsen) für ein heruntergekommenes Haus, das sonst niemand haben will. Kein Wunder, denn die Bude ist zwar ein Schnäppchen, hat aber auch „a bit of a history“, wie es heißt. Kann man laut sagen, denn das neue Heim der Familie war mal ein Leichenschauhaus. Und wenn’s da nicht spukt, wo dann?!
Wer jetzt denkt, dass so etwas doch schon tausendmal da war, hat natürlich Recht. Das „Haunted House“-Szenario ist uralt, aber verlässlich. Regie-Newcomer Peter Cornwell macht daraus keinen Hehl und bemüht sich erst gar nicht um Originalität. In stoischer Gangart setzt er einen Schockmoment an den anderen und klaut so unverblümt bei Klassikern des Genres, das man mit etwas Wohlwollen fast von ironischen Zitaten sprechen könnte. Immerhin aber ist der Versuch zu erkennen, Atmosphäre zu schaffen. Zum Teil gelingen verstörende Bilder und die Darsteller überzeugen ebenfalls. Die zugrunde liegende „wahre Begebenheit“ darf allerdings bezweifelt werden. Schon die Buchvorlage zweier selbsternannter Geisterjäger, die bereits mit dem berüchtigten „Amityville Horror“ zu tun hatten, sah sich entsprechender Kritik ausgesetzt.

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