- Text: Jochen Barthel
- Erscheinungsdatum: ..14.
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Bewertung:
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Ein Sommer in New York – The Visitor
Was ist das für ein Leben, das Walter (Richard Jenkins) da fristet? Seit seine Frau gestorben ist, verkriecht sich der Wirtschaftsprofessor zu Hause. Sein Job ist ihm egal geworden, und sein neues Hobby, das Klavierspielen, kann auch keine Löcher in der traurigen Seele stopfen. Als er zu einem Kongress nach New York fährt, findet er sein Ferienapartment bewohnt vor. Tarek und Zainab, ein illegal eingewandertes Paar, haben die Wohnung in der Annahme gemietet, sie seien die rechtmäßigen Mieter.
„Ein Sommer in New York – The Visitor“ (ab 14.1.) zeigt behutsam die Einsamkeit eines Mannes, der versucht, seinem Leben einen neuen Inhalt zu geben. Natürlich findet er den Ausweg dort, wo er am wenigsten sucht, nämlich beim afrikanischen Trommelspiel, das ihm endlich dabei hilft, mal wieder sein Herz zu öffnen. Das eigentliche Thema ist jedoch Solidarität, eine Tugend, die unter den neuen Freunden bestens funktioniert. Die amerikanischen Behörden hingegen sind knallhart. Regisseur McCarthy zieht eine ernüchternde Bilanz.
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