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Bild: Up in the Air
  • Text: Patrick Heidmann
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Up in the Air
Anna Kendrick im Interview


2009 war für Anna Kendrick ein sehr erfolgreiches Jahr, schließlich spielt sie in der Teenie-Vampir-Reihe „Twilight“ eine Klassenkameradin der Protagonistin Bella. Doch ihr wirklich großes Jahr wird die 24-Jährige wohl 2010 feiern. Denn für ihre Rolle in Jason Reitmans viel gefeierter Tragikomödie „Up in the Air“ wurde sie nicht nur für den Golden Globe nominiert, sondern gilt auch als heiße Oscar-Kandidatin.

Anna, wie fühlt es sich an, wenn man von Jason Reitman eine Rolle auf den Leib geschrieben bekommt?

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Das hat er mir am Anfang natürlich gar nicht erzählt. Und wir diskutieren heute noch darüber, ob das nun clever von ihm war oder nicht. Er glaubt, mich hätte das während des Vorsprechens zu sehr unter Druck gesetzt und nervös gemacht. Ich dagegen glaube, es wäre für mein Selbstbewusstsein super gewesen. Als ich die Rolle dann sicher hatte und er mir erzählte, dass sie eigens für mich geschrieben wurde, habe ich natürlich versucht, mein Pokerface aufzusetzen und ganz cool zu bleiben. Aber eigentlich musste ich aufpassen, vor lauter Aufregung nicht mein Mittagessen wieder auszuspucken.

Welche Aspekte magst du an deiner Figur in „Up in the Air“ am liebsten?
Mir gefiel, wie ehrgeizig sie ist, ohne dass sie sich dafür schämt. Und wie sie versucht, immer wieder stark zu sein, selbst wenn sie es nicht immer ist. Ich habe oft das Gefühl, dass jungen Frauen das Gefühl vermittelt wird, sie müssten sanft und schwach sein, um gemocht zu werden. Das finde ich furchtbar, deswegen freue ich mich, dass Natalie so hemmungslos strebsam und durchaus unentspannt ist.

Wem fühlst du dich denn näher, jemandem wie ihr oder einer High School-Schülerin, wie du sie in den „Twilight“-Filmen spielst?
Oh, eigentlich weder noch. Ich bin im echten Leben recht zurückhaltend und fast ein wenig schüchtern, deswegen hat es so viel Spaß gemacht, jemanden wie Natalie zu spielen und George Clooney anschreien zu dürfen. Gleichzeitig war ich aber eben auch nie so eine umschwärmte High School-Zicke wie Jessica in „Twilight“. Aber genau deswegen wird man ja Schauspielerin: damit man Charaktereigenschaften ausloten kann, die man von sich selbst eigentlich nicht kennt.

Aber bist du denn nicht ehrgeizig?
Nicht wirklich. Ich möchte schon gerne erfolgreich sein. Aber Ehrgeiz impliziert den Wunsch, besser sein zu wollen als jemand anders. Davon kann bei mir keine Rede sein. Von Anfang an war mein einziger Wunsch, in guten Filmen mitzuspielen. Was ich allerdings selbst dafür tun kann, um das zu erreichen, weiß ich gar nicht wirklich.


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