- Text: Patrick Heidmann
- Erscheinungsdatum: ..25.
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Bewertung:
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Nine
Auf dem Papier klingt die Sache erst einmal vielversprechend: der charismatischste Daniel Day-Lewis wird umringt von ebenso glamourösen wie sehenswerten Diven à la Penélope Cruz, Nicole Kidman, Judi Dench, Marion Cotillard und Sophia Loren – und sie alle haben nichts besseres zu tun, als in einem fort zu singen und zu tanzen. Und das Ganze auch noch basierend auf einer Geschichte von Federico Fellini: ein gefeierter italienischer Regisseur stürzt in den 1960er Jahren in eine Schaffenskrise und sucht für seinen neuen Film händeringend nach Inspiration bei den Frauen in seinem Leben.
In der Praxis ist „Nine“ die Verfilmung des gleichnamigen Broadway-Musicals, immerhin ein optisches Spektakel, denn Kostüme, Kamera und Kulissen sind betörend anzusehen. Aber leider merkt man Regisseur Rob Marshall („Chicago“) noch immer an, dass er eigentlich Choreograf ist. Statt einer emotional packenden Geschichte gelingt ihm bloß eine Nummernrevue. Das wäre nicht so schlimm, wenn die einzelnen Nummern vom Sitz reißen würden. Hier aber hinterlassen nur Cotillard Gesang, Cruz’ Humor sowie „Be Italian“ von Black Eyed Peas-Sängerin Fergie bleibenden Eindruck.
