- Text: Patrick Heidmann
- Erscheinungsdatum: ..20.05.
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A Nightmare on Elm Street
Freddy ist zurück – schon wieder!
Vermutlich war es naiv zu glauben, dass Freddy Krueger irgendwann für immer verschwinden würde und niemandem mehr mörderische Albträume beschert. 26 Jahre ist es her, dass der Serienkiller mit dem schwer vernarbten Gesicht, dem Klingenhandschuh und dem rot-grün gestreiften Pullover das erste Mal auf der Leinwand sein blutiges Unwesen trieb und auf Anhieb zur Achtziger-Ikone wurde. Doch nach sieben Fortsetzungen, von denen „Freddy vs. Jason“ 2003 bei weitem die überflüssigste war, wog man sich irgendwie in der trügerischen Sicherheit, Krueger habe seinen Hut endgültig an den Nagel gehängt. Doch weit gefehlt: auch 2010 sollte man nachts am besten ein Auge offen lassen, denn Freddy ist zurück.
„A Nightmare on Elm Street“, den es für die Presse vor Redaktionsschluss nicht zu sehen gab, ist nun weniger eine Fortsetzung als eher ein Remake des ersten Teils von 1984. Regisseur Samuel Bayer, der bislang Musikvideos für Green Day, Metallica, Garbage, David Bowie oder Sheryl Crow inszenierte, verspricht, dass sich sein erster Spielfilm eng an das Original halten wird – und außerdem zeigt, wie aus dem traumatisierten Fred Krueger der Killer Freddy Krueger wurde. Natürlich hat er es auch dieses Mal wieder auf jede Menge attraktiver junger Menschen (darunter Newcomer wie Rooney Mara und Kyle Gallner, aber auch „Twilight“-Star Kellan Lutz) abgesehen. Und das wird, so berichtete Bayer kürzlich der US-Zeitschrift Entertainment Weekly, richtig spannend: „Früher war Freddy Krueger mal ein richtig Furcht einflößender Kerl, doch in den späteren Filmen wurde er immer mehr zur Witzfigur. Unser Ziel war es, ihn wieder wirklich gruselig und bösartig zu machen.“
Dazu dürfte nicht zuletzt Jackie Earle Haley beitragen. Der Schauspieler, der für „Little Children“ eine Oscar-Nominierung erhielt und zuletzt als Rorschach in „Watchmen“ zu sehen war, schlüpft nämlich dieses Mal in die verbrannte Haut Kruegers und saß dafür jeden Tag vier Stunden im Maskenwagen. Der mittlerweile 62-jährige Robert Englund, der den Killer in allen bisherigen Filmen spielte, hatte keine Lust mehr auf noch einen Horrorfilm. Aber dass sich Freddy Krueger dadurch nicht an einer Rückkehr würde hindern lassen, hätte man sich, genau, denken können.
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