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Bild: Vergebung
  • Text: Dirk Lüneberg
  • Erscheinungsdatum: ..03.06.2010
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Vergebung
Verschwörung alter Männer


Lag zwischen „Verblendung“ und „Verdammnis“ noch inhaltlich ungefähr ein Jahr, so geht es nun fast nahtlos weiter, nachdem der letzte Film mit einem klassischen Cliffhanger endete: Man wurde als Zuschauer darüber im Unklaren gelassen, ob Lisbeth Salander (Noomi Rapace) den blutigen Kampf mit ihrem hartnäckigen Gegner Zala (Georgi Stykov) überleben würde.
Dies tut sie natürlich, wenngleich schwer verletzt, denn sonst würde die Filmreihe ja ihre wichtigste Protagonistin vorzeitig verlieren. Aber auch Zala bleibt am Leben und liegt wie Lisbeth im Krankenhaus. Dazu schaltet sich noch der schwedische Geheimdienst ein, der unter allen Umständen verhindern will, dass Lisbeth die Verbindung zwischen Zala und der Regierung publik macht. So wird Lisbeth im Krankenhaus von der Öffentlichkeit abgeschirmt, quält sich durch verschiedene Physiotherapien und wartet nicht nur auf ihre Genesung, sondern auch auf die Eröffnung ihres Prozesses. Denn die junge Frau wird immer noch angeklagt, ihren einstigen Vormund Niels Bjurman (Peter Andersson) sowie zwei Journalisten umgebracht zu haben.

Hier nun kommt erneut Enthüllungsjournalist Mikael Blomkvist (Michael Nyqvist) ins Spiel, der im letzten Teil wieder etwas mehr Leinwandzeit bekommt als in „Verdammnis“. Blomkvist setzt zusammen mit seiner Schwester Malin (Sofia Ledarp) als Lisbeths Anwältin alles dran, um zu beweisen, dass diese unschuldig ist. Dabei muss er weiter in der Vergangenheit der freigeistigen Punkerin abtauchen und fördert dabei so einiges zutage, was deren eigentümliches Verhalten in der Vergangenheit zu erklären scheint und sie gleichzeitig vor Gericht entlasten könnte.
Mit Daniel Alfredson wurde für den letzten Teil der Millennium-Trilogie derselbe Regisseur wie bei „Verdammnis“ verpflichtet, was auch überdeutlich zu sehen ist: Von der Optik her entspricht der Film eher dem TV-Look des Vorgängers, so dass die beiden letzten Teile wenig mit dem sehr elegant fotografierten ersten gemein haben. Alfredson verliert jedoch in diesem durch all seine Verästelungen und zahlreiche Nebenfiguren reichlich komplex gewordenen Konstrukt um einen Komplott alter Männer, in das auch hochrangige Politiker verwickelt sind, nie den Überblick. So führt er dieses auf den Bestsellern von Stieg Larsson basierende Thriller-Tripel, zu dessen Abschluss der Spannungsbogen auch wieder straffer gespannt ist als im undankbaren Mittelteil, zu einem zwar etwas in die Länge gestreckten, aber dennoch überzeugenden Ende.

Text: Dirk Lüneberg

Kinostart: 3. Juni 2010


Preview
CinemaxX und unclesally*s präsentieren „Vergebung“ bereits vor dem offiziellen Filmstart als Preview am Mittwoch, den 2. Juni um 20.00 Uhr!

Wir verlosen exklusiv 10x2 Tickets für diese Preview für die CinemaxX-Standorte in Berlin, Hamburg, Essen und Braunschweig - einfach bis zum 31. Mai eine E-Mail mit dem Kennwort „Vergebung“ und dem gewünschten Kino an verlosung@sallys.net und gewinnen.

Weitere Infos zu Preview gibt’s unter www.cinemaxx.de


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