- Text: Dirk Lüneberg
- Erscheinungsdatum: ..22.07.2010
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Bewertung:
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Micmacs – Uns gehört Paris
Wenn es um extravagantes französisches Kino mit einem ungebremsten Drang zur Fantasie geht, kommt man an Jean-Pierre Jeunet, dem Regisseur von „Delicatessen“ oder „Amélie“, nicht vorbei. Was auch „Micmacs“ (ab 22.7.) erneut unter Beweis stellt. In der Hauptrolle spielt Danny Boon den Videothekar Bazil, der bei einer Schießerei versehentlich eine Kugel in den Kopf bekommt. Doch der Arzt entscheidet, dass eine Operation zu gefährlich und es gesünder wäre, wenn das Geschoss in Bazils Kopf verbliebe. Ein neues Zuhause findet der während seines Krankenhausaufenthalts arbeits- und wohnungslos Gewordene bei einer Truppe kauziger Außenseiter, mit denen er einen Racheplan an den Herstellern des gefährlichen Überbleibsels in seinem Kopf schmiedet.
Jeunet erzählt hier eine hochmoralische und äußerst eigenwillige Geschichte, die er liebevoll ausschmückt, in surreal satten Farben hinpinselt und mit allerlei Clownerie ausstaffiert. Ein wahrer Traum von einem Film, den man mit staunenden Augen verfolgt.
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