- Text: Cornelis Hähnel
- Erscheinungsdatum: ..26.08.2010
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Bewertung:
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Mary & Max
Eine willkürliche Seite im Telefonbuch, blind mit dem Finger draufgetippt und schon hat Mary einen neuen Brieffreund. Nur so lässt sich erklären, warum ein achtjähriges Mädchen aus Australien mit einem 44-jährigen New Yorker mit Asperger Syndrom 22 Jahre in Briefkontakt steht, obwohl sie sich nie begegnet sind. „Mary und Max“ (ab 26.8.) ist eine Ode an das Außenseitertum, zwei vom Leben enttäuschte und gebeutelte Menschen, die sich gegenseitig - nur in schriftlicher Form - Halt geben und aneinander einen wirklich guten Freund gefunden haben. Regisseur Adam Elliot hat aus einem Haufen Plastilin eine wunderbar grau-braune und detailverliebte Welt erschaffen, die dramatisch, absurd und trotz aller Komik unterschwellig tragisch ist. Ein herausragender Animationsfilm, der nicht zuletzt auf Grund der präzisen und liebevollen Charakterisierung der Protagonisten – die auch ihre Fehler haben dürfen – auf allen Ebenen emotional bewegend ist. Und dabei ist es nur Knete!
Text: Cornelis Hähnel
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