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Bild: Das Leben ist zu lang
  • Text: Dirk Lüneberg
  • Erscheinungsdatum: ..26.08.2010
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Das Leben ist zu lang


Dass in Dani Levy ein bisschen was von Woody Allen steckt, ahnte man schon. Mit „Das Leben ist zu lang“ (ab 26.8.) versucht er sich nun wie der New Yorker an einer großen, jüdischen Tragikomödie – und scheitert grandios. Dabei fängt alles viel versprechend an: Der jüdische Filmemacher Alfi Seliger (Markus Hering) hat einmal einen gefeierten Film gedreht, seitdem ist ihm nichts mehr gelungen: Sein neues Projekt stößt nirgends auf Gegenliebe, seine Bank geht insolvent, seine Frau hat nur Verachtung für ihn übrig und die pubertierenden Kinder finden ihn peinlich. Nicht einmal sein Selbstmord will ihm gelingen. An dieser Stelle kippt die bis dahin charmante und sogar witzige Komödie, denn Regisseur Levy tritt plötzlich als er selbst in Erscheinung und offenbart uns und Alfi, dass dieser nur eine Filmfigur ist. Hier stolpert Levy über seine eigenen Ambitionen und bricht seinem Werk das Genick. Schade um diese mit gut beobachteten Anspielungen aufs Filmbusiness gespickte und prominent besetzte Tragikomödie!


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