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Bild: 3 Fragen an
  • Text: Patrick Heidmann
  • Erscheinungsdatum: ..28.10.2010
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3 Fragen an
... Nina Hoss,


die normalerweise für ihre Theater-Rollen und anspruchsvollen Dramen gefeiert wird, sich aber mit „Wir sind die Nacht“ mal auf etwas ganz anderes eingelassen hat: einen deutschen Vampirfilm! Als mächtige Blutsaugerin hat sie ein Auge auf Karoline Herfurth geworfen – und muss sich nicht nur deswegen vor deren Polizisten-Verehrer in Acht nehmen.

„Wir sind die Nacht“ ist weit weg vom Klischee eines deutschen Films. War das ein besonderer Anreiz?
Ganz sicher, das war sogar einer der Hauptgründe. Solche Produktionen gibt es hier bei uns tatsächlich nicht so oft, ein Genrefilm und noch dazu mit so vielen Effekten. Da möchte man schon gerne dabei sein.

Gleichzeitig liegt doch aber darin auch die Gefahr, oder? Zumindest behaupten viele ja immer wieder, dass die Deutschen so etwas nicht können...
Man muss es einfach wagen und gucken, was letzten Endes dabei herauskommt. Das ist immer noch besser, als wenn man vor dem Wagnis wegrennt. Als Schauspieler muss man schließlich in allererster Linie neugierig sein. Natürlich kann man damit auch mal baden gehen und scheitern. Genauso gut kann es aber eben auch sein, dass man wirklich etwas Besonderes schafft.

Vamipre sind derzeit allgegenwärtig. Woher kommt dieser Hype?
Es ist doch oft so, dass Dinge wie in Wellen immer wieder kommen, oder? Ich kann mir auch nicht erklären, warum das zurzeit ausgerechnet die Vampire sind. Aber am Theater kenne ich dieses Phänomen auch, dass es plötzlich ein Stück gibt, das überall wieder gespielt wird. Da fragt man sich dann auch: Warum gerade jetzt „Maria Stuart“, das gibt’s doch schon seit 200 Jahren? Und wenig später ist es dann erneut von der Bildfläche verschwunden. Manchmal werden einfach irgendwelche Themen von mehreren Leuten aufgegriffen, gleichzeitig haben andere – wie bei „Wir sind die Nacht“ – etwas Ähnliches schon lange in der Schublade und plötzlich kommt das alles gleichzeitig.




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