unclesally*s, dein Musik-Magazin für Punk, Rock, Indie, Alternative, Indierock mit vielen Interviews und Rezensionen

MONDSCHEINTARIF


Sie begegnen einem jetzt häufiger - die frustrierten Singlefrauen Ende 20.
Sie sind meist unfreiwillig allein und dabei todunglücklich. Doch die Hoffnung auf die große Liebe ist nicht aufgegeben. Sie wird schon noch kommen. Ungefähr so konnte man es neulich im witzig-sarkastischen 'Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück' beobachten, und auch Ralph Hüttners weniger gelungener 'Mondscheintarif', basierend auf dem gleichnamigen Roman von Ildikó von Kürthy, erzählt von einer modernen (in diesem Fall) Berliner Singlefrau (Gruschenka Stevens).
Cora Hübsch hat sich in Dr. Daniel Hoffmann (Tim Bergmann) verliebt und auch schon mit ihm geschlafen. Da angeblich eine wichtige Regel besagt, dass sich der Mann spätestens drei Tage nach dem Sex gemeldet haben muss, weil es ansonsten keine Liebe, sondern nur ein Hormonausgleich für ihn wäre, sitzt Cora zu Hause ... Und wartet auf seinen Anruf ... Und plappert ... Und wartet ... Und plappert ...
Gestaltet sich 'Mondscheintarif' (ab 25.10.) am Anfang noch recht ironisch, visuell interessant und mit ein paar witzigen digitalen Tricks, wird der Film bald durch Coras unaufhörliche beziehungs-philosophische Wortschwälle überspült. Kurz vor Ende telefoniert Cora mit ihrer Mutter, die ihr sagt: 'Ich hätte dich nie ermutigen sollen zu sprechen!' Selten hat ein Film so drastisch die Wahrheit über sich und seine eigene Hauptfigur formuliert. (Sascha Rettig) (-)


ANZEIGE







...zurück



Kontakt -  Impressum -  Mediadaten -  Abo ·  nach oben