- Text: Markus Eber
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rollerball
Manchmal, in schweren Zeiten, erinnert man sich ganz gern an die Vergangenheit.
1975 schaffte es Norman Jewison in 'Rollerball', einen simplen Action-Film mit einer vielschichtigen Aussage zu verbinden. Das Remake ist einfach nur misslungen. Beide Filme zeigen die Verstrickung von Sport, Medien und Kommerz in einer nahen Zukunft. Ein interessanter Stoff, zweifellos. Rollerball, eine Mischung aus Speedway und Eishockey, wird in der Arena ausgetragen. Das Publikum will Blut sehen. Und die Funktionäre leben gut davon. Insbesondere Teambesitzer Petrovich (Jean Reno) weiß aus dem Spektakel Profit zu schlagen. Doch schon bald kommt es zum Aufstand der Gutmenschen. Jonathan Cross (Chris Klein), eine Art Mehmet Scholl der Zukunft, wagt die Revolte... Nur wenige Dinge sind im Kino so schwer zu durchdringen wie Remakes. Aus unerfindlichen Gründen scheint das ästhetische Scheitern programmiert. Meist sind sie härter, schneller, lauter. 'Rollerball' ist ein Beispiel dafür: Wo Jewison leise Töne anzuschlagen wusste, wo Charaktere ausgebildet wurden und die Kritik an den Medien noch heute echt wirkt, versagt der ewige Regie-Eklektizist John McTiernan ('Die Thomas Crown Affäre') völlig. Sein überschaubarer Anspruch verliert sich in Stunts und übertönten Effekten. Die Neuauflage von Rollerball (ab 28.3.) wurde nicht erwartet und war nicht nötig. Daran ändern auch die prächtigen Brüste von Rebecca Romijn-Stamos ('X-Men') nichts.
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