- Text: Moritz Staemmler
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ali zaoua
Ali Zaoua ist zwölf Jahre alt und träumt von einem Leben als Seemann.
Er will die Welt sehen, weit weg fahren, zu seiner Insel mit zwei Sonnen. Doch Ali gehört zu den Straßenkindern in Casablanca und lebt zusammen mit drei Freunden im Hafen ein Leben, das wenig Chancen bietet. Sein Traum gibt ihm Halt. Es bleibt jedoch ein Traum: Bei einer Auseinandersetzung mit einer Straßenbande wird Ali getötet. Für seine Freunde steht bald fest: Ali soll königlich begraben werden, soll auf die Reise zu seiner Insel gebracht werden. Regisseur Nabil Ayouch ist mit 'Ali Zaoua - Auf den Straßen von Casablanca' (ab 14.3.) ein beeindruckender Film gelungen, der hauptsächlich mit Laiendarstellern, also echten Straßenkindern, besetzt ist und zwischen der harten Realität der Straße und einer Traumwelt hin- und herschwankt, ohne jedoch zu verharmlosen oder ins Sentimentale abzugleiten. Dabei beobachtet Ayouch mehr, als dass er kommentiert, bleibt in der Darstellung konsequent und lässt vor allem eines nicht aufkommen: das Gefühl von Hoffnungslosigkeit.
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