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Bild: Melancholia
  • Text: Caroline Frey
  • Erscheinungsdatum: ..6.10.11
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Melancholia


Die von depressiven Schüben gepeinigte Justine (Kirsten Dunst) feiert ihre Hochzeit auf dem Landsitz ihrer Schwester Claire (Charlotte Gainsbourg). Das von familiären Streitigkeiten überschattete Fest gerät völlig aus den Fugen, als die Hochzeitsgesellschaft erfährt, dass der riesige Planet „Melancholia“ sich auf Kollisionskurs mit der Erde befindet. Klingt abstrus? Willkommen in der Welt des Lars von Trier!
Wie vom dänischen Fürsten der Finsternis gewohnt, ist auch „Melancholia“ wieder ein langer, quälender, schwer verdaulicher Brocken von einem Film geworden, in dem sich alle Figuren ausdauernd um Kopf und Kragen reden, dabei aber meist wenig zu sagen haben. Kameramann Alberto Claro zaubert dazu betörende Bilder des sich bedrohlich nähernden Riesen-Gestirns auf die Leinwand, die mit düsteren Wagner-Klängen unterlegt sind. Über all dem thront das ungeheuer intensive Spiel von Kirsten Dunst, die als apokalyptische Braut die Leinwand-Leistung ihres Lebens hinlegt.

Text: Calle Claus


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