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- Erscheinungsdatum: ..27.10.2011
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I’m Not a Fucking Princess
Es hat etwas beklemmendes, wenn eine Mutter ihre Tochter auffordert, für ein Foto die Beine zu spreizen. Für die elfjährige Violetta bedeutet es zunächst nur, dass ihre mondäne Künstler-Mama Hannah (Isabelle Huppert) sie endlich einmal beachtet, anstatt mit der Bohème im Paris der frühen Siebziger abzuhängen. Doch schnell wird aus den nächtlichen Fotosessions eine Psycho-Mischung aus sexuellem Missbrauch und emotionaler Erpressung, die zur Zerrüttung der inzestuösen Mutter-Tochter-Beziehung führt.
Die Regisseurin Eva Ionesco erzählt in „I’m Not a Fucking Princess“ ihre eigene Lebensgeschichte – und traut sich vielleicht gerade deswegen bei der Figurenzeichnung ihrer beiden Protagonistinnen nicht allzu weit vor. Das zurückgenommene Spiel von Isabelle Huppert verwandelt dieses Manko aber in eine betont emotionslose Atmosphäre, in der die kindlich-erotischen Lolita-Posen von Anamaria Vartolomei umso verstörender wirken.
Text: Cosima Grohmann
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