- Text: Dirk Lüneberg
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Stirb Langsam 4.0
Ruhe in Frieden!
Langsam aber sicher stirbt auch die Karriere von Bruce Willis. Noch vor acht Jahren sorgte er mit 'The Sixth Sense' für traumhafte Kinoumsätze, danach ging es bergab. Womit er sich in prominenter Gesellschaft befindet: auch die Laufbahnen einstiger Action-Größen wie Sylvester Stallone oder Arnold Schwarzenegger sind bereits vor einiger Zeit ins Stocken geraten. Ein probater Ausweg aus diesem Tief schien es, noch einmal in die Rolle zu schlüpfen, die sie einst groß gemacht hatte. Denselben Trick versucht nun auch Bruce Willis und gibt zum vierten Mal und nach zwölf Jahren Pause erneut den Polizisten John McClane.
Das Projekt lässt sich recht gut an: in solider Handarbeit und unter weitestgehendem Verzicht von Computertricks umgesetzte Baller-Action gibt den Ton vor, bereichert um McClanes lakonische Sprüche und seine Bereitschaft, zwar viel austeilen zu können, aber auch beim Einstecken nicht eben zimperlich zu sein. An der Seite des glatzköpfigen Haudegens findet sich der Hacker Matt (Justin Long), der im Computerzeitalter den alten Mann im Umgang mit der Technik unterstützen muss. Denn schließlich gilt es diesmal, die USA vor einem Anschlag auf die öffentlichen Computersysteme zu bewahren, der das Land im Chaos versinken lassen würde. So weit, so offensichtlich, aber doch noch annehmbar. Und trotzdem: Die Bösewichte sind ein bisschen zu angestrengt damit beschäftigt, fies zu sein, und die Guten ein bisschen zu harmlos, als dass man sie ernst nehmen könnte. Viel zu ernsthaft gibt sich dagegen die unlogische Story - und wenn sie sich am Ende in immer abenteuerlichere Höhen schraubt, fällt der Absturz in die Tiefen der Absurdität umso härter aus. Mit diesem langweiligen 08/15-Actioner wird Willis kaum an alte 'Stirb langsam'-Erfolge anknüpfen können, sondern den schnellen Kinokassentod sterben. Möge seine Karriere als Actionheld deshalb in Frieden ruhen.
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Live Free or Die Hard
Lieber Dirk Lüneberg, dein Artikel über den Film "Stirb Langsam 4.0" ist mit Abstander der größte Mist den ich je gehört hab. Den Film als langweiligen 08/15 Streifen zu bezeichnen grenzt schon ans lächerliche, denn der Film mag eventuell ein wenig übertrieben und von der Story her unlogisch sein, doch die Actiondichte ist phänomenal hoch und meiner Meinung nach, einer der besten Actionenfilme der in letzter Zeit erschienen ist. Bruce Willis spielt seine Rolle cool wie nie und mit Justin Long an seiner Seite, ergänzen sich die beiden zu einem perfekten Team aus technischer Intelligenz und hausgemachter Bruce Willis Handarbeit. Der Film ist ein Augenschmaus für alle Stirb Langsam Fans und alle die, die noch Verständnis für 2 Stunden geballte Action haben...also Dirk, dass nächste mal schreib lieber die Kritik für Filme wie Broke Back Mountain...