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Bild: Shia LaBeouf
  • Text: Patrick Heidmann
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Shia LaBeouf
Ein Treffen mit Indiana Jones jr.


Wer schon immer mal die Geburt eines Filmstars miterleben wollte, sollte einen jungen Mann namens Shia LaBeouf momentan nicht aus den Augen lassen.

Als Teenager begann er seine Schauspielkarriere mit der Kinderserie "Even Stevens", der Romanverfilmung "Das Geheimnis von Green Lake" und kleinen Auftritten im zweiten "3 Engel für Charlie" und "I, Robot". Mittlerweile müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn dem Kalifornier nicht auch als Erwachsener der Durchbruch gelingt. Im August ist er gleich zweimal auf der Leinwand zu sehen, im Action-Spektakel "Transformers" und im Thriller "Disturbia", der kürzlich wochenlang auf Platz 1 der US-Kinocharts stand. Außerdem haben schon die Dreharbeiten zum vierten Teil von "Indiana Jones" begonnen, was den 21-Jährigen nicht nur zu Harrison Fords Sohn, sondern auch zum heißesten Newcomer der Saison macht.


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Dank "Transformers", "Disturbia" und dem kommenden "Indiana Jones" giltst du als kommender Superstar. Geht dir das manchmal zu schnell?
Ich habe nichts, womit ich diese Erfahrungen vergleichen kann, daher weiß ich gar nicht genau, was ich davon halten soll. Ich kenne auch nicht viele Kollegen, die über Nacht zum Star wurden, denn die meisten mussten dafür hart arbeiten. Deswegen habe ich schon manchmal das Gefühl, all das noch gar nicht wirklich zu verdienen, weil es so schnell und scheinbar mühelos geht. Aber letzten Endes war ich es, der sich für diesen Weg entschieden hat, deswegen gehe ich ihn nun weiter und genieße ihn. Wenn ich mir selbst dabei treu bleibe, wird schon nichts schief gehen.

Was tust du denn dafür, um nicht abzuheben?
Ich habe einen engen Freundeskreis aus Leuten, die mich schon kannten, als ich noch kein Schauspieler war. Außerdem ist es gut, wenn man sich nicht nur mit Ja-Sagern umgibt. Ich brauche auch mal jemanden, der mir sagt, wenn ich ein Arschloch war. Es ist vielleicht merkwürdig, sich bewusst jemanden zu wünschen, der einen fertig macht, aber die vielen anbiedernden Speichellecker, die der Ruhm mit sich bringt, können einen schnell abheben lassen. Schließlich ist da noch meine Familie, die mich von Anfang an auf diesem Weg begleitet.

In den Klatschspalten tauchst du kaum auf...
Ich gehe einfach nicht in die Clubs, vor denen die Paparazzis warten. Wer das macht, der möchte ja eigentlich fotografiert werden. Natürlich verfolgen einen diese Fotografen auch mal, aber eben nur, wenn man vorher an ihnen vorbeifährt und winkt! Manche Leute sitzen in ihren Range Rovern und suchen die Aufmerksamkeit. Ich dagegen fahre einen unauffälligen Nissan, nehme keine Drogen und habe keinen Sex mit Prostituierten. Es gibt also nicht viel Spannendes über mich zu schreiben, und so möchte ich das auch haben.

Dass du nun in den USA endlich legal Alkohol trinken darfst, weil du gerade 21 Jahre alt geworden bist, war dann auch keine große Sache?
Nö, gar nicht. Ich habe meinen Geburtstag am Set von "Indiana Jones" gefeiert, das war das größte Geschenk, was man sich vorstellen kann. Kein Alkohol und keine Droge der Welt könnten mich so high fühlen lassen wie die Arbeit mit Steven Spielberg, Harrison Ford und Cate Blanchett. Was für andere der unglaublichste Traum ihres Lebens wäre, ist für mich Wirklichkeit geworden.

Wie bist du überhaupt an die Rolle gekommen?
Steven Spielberg, der die Regie führte, hat sowohl "Transformers" als auch "Disturbia" produziert. So bekam er ständig meine Szenen zu sehen und kannte meine Arbeit. Das war also im Grunde wie ein siebenmonatiges Vorsprechen. Trotzdem kann ich es immer noch nicht glauben.

Macht es für dich als Schauspieler einen Unterschied, ob du in einem eher kleinen Film wie "Disturbia" mitspielst, wo sich alles um die Darsteller dreht, oder in "Transformers", wo eher die Effekte im Mittelpunkt stehen?
Erwartungen von anderen sind mir ziemlich egal, und deswegen denke ich beim Drehen auch nicht darüber nach, ob der Zuschauer am Ende mehr auf mein Gesicht oder das Monster neben mir achten wird. Egal, welches Genre ein Film bedient oder wie groß die Rolle ist - ich möchte immer mit vollem Herzen bei der Sache sein.

Wie hat es dir bei "Transformers" überhaupt gefallen, mit - bzw. ohne - all diese Computeranimationen zu drehen? Man spielt ja zunächst meist mit einem Gegenüber, das am Set noch gar nicht da ist...
Ich fand das großartig, denn ich konnte mich komplett in eine Fantasiewelt hereinsteigern und mir alles genau so vorstellen, wie ich das wollte. Außerdem ist der Unterschied zu herkömmlichen Dreharbeiten gar nicht so groß. Wenn ich in "Disturbia" aus dem Fenster schaue, gucke ich am Set auch nicht in den Nachbarsgarten, sondern einfach auf eine Wand. Die eigene Vorstellungskraft wird als Schauspieler immer herausgefordert und man fühlt sich wieder wie als Kind, als man gegen unsichtbare Aliens kämpfte.


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