- Text: Daniel Schieferdecker
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Berlinale 2009: Ende Gelände
Ja, das war es also mal wieder. Auch die 59. Berlinale ist vorüber und wird dann wohl im nächsten Jahr zur großen Geburtstagssause einladen. 383 Filme liefen in 1238 Vorführungen und haben insgesamt gesehen recht gut unterhalten. Es gab zwar kaum Herausragendes, aber ebenso wenig Totalausfälle, dafür viel Ordentliches und Vertretbares.
Und um das Ende nicht unnötig in die Länge zu ziehen – hier die diesjährigen Preisträger:
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Die Preise der Internationalen Jury 2009
Die Jury stellt fest, dass es im Wettbewerb dieses Jahr sehr viele Filme gegeben hat, in denen es vor allem darum ging, wie das Verständnis und die Interpretation wichtiger Themen vorangetrieben werden.
Deshalb hat sich die Jury dazu entschlossen, die Filme und Künstler auszuzeichnen, denen es gelingt, politisches Statement und poetische Form in ein ausgeglichenes Verhältnis zu setzen.
Goldener Bär für den Besten Film
La teta asustada (The Milk Of Sorrow)
von Claudia Llosa
Silberner Bär - Großer Preis der Jury
Alle Anderen (Everyone else)
von Maren Ade
und
Gigante
von Adrián Biniez
Silberner Bär - Beste Regie
Asghar Farhadi
für Darbareye Elly (Alles über Elly)
Silberner Bär - Beste Darstellerin
Birgit Minichmayr
in Alle Anderen (Everyone else) von Maren Ade
Silberner Bär - Bester Darsteller
Sotigui Kouyate
in London River
von Rachid Bouchareb
Silberner Bär - Herausragende künstlerische Leistung
Wir Filmemacher vergessen manchmal die besondere Fähigkeit des Sounds, Atmosphären zu schaffen; und sehr oft verwenden wir den Sound auf eine vorhersehbare Weise. Die Art, wie dieser Film seine düstere Erzählung um ein starkes Sound-Design herum aufbaut, hat eine große Originalität, Experimentierfreude und Risikobereitschaft.
Der Silberne Bär für eine herausragende künstlerische Leistung geht an
Gábor Erdély und Tamás Székely
für das Sound-Design in
Katalin Varga
von Peter Strickland
Silberner Bär - Bestes Drehbuch
Die Jury zeichnet ein Drehbuch aus, das uns an einer speziellen Erfahrung teilhaben lässt, eine Erfahrung die oft übersehen oder verborgen wird.
Wir wollen mit dem Preis Produzenten, Verleiher und das Publikum in aller Welt ermutigen, nach Möglichkeiten zu suchen, wie unser Horizont erweitert werden kann.
Wir wollen außerdem mit dem Preis die Besonderheit des Kinos würdigen, uns Geschichten zu erzählen, an die kein anderes Medium sich herantraut.
Die Jury verleiht den Silbernen Bären für das beste Drehbuch an:
Oren Moverman und Alessandro Camon
für The Messenger
von Oren Moverman
Alfred-Bauer-Preis
Die Jury hat einstimmig entschieden, den diesjährigen Alfred-Bauer-Preis an zwei Filme und zwei Regisseure zu verleihen. Einer dieser Regisseure ist ein Altmeister, der auf eine bereits sechzigjährige Erfahrung als Filmemacher zurückblickt. Doch er ist jung und geistig mutig geblieben, was die Entwicklung neuer filmischer Ausdrucksmöglichkeiten anbelangt. Er zögert auch nicht, sich selbst als Figur in seinem neuen Film mit einzubringen.
Der andere Regisseur ist ein junger Mann, der mit seinem ersten Spielfilm nach Berlin gekommen ist.
Beide sind vom gleichen leidenschaftlichen Willen angetrieben, die Filmsprache weiter zu entwickeln, um die wichtigen Geschichten über unsere Zeit und die Grundbedingungen menschlichen Daseins zu erzählen.
Die Jury verleiht den Alfred-Bauer-Preis an:
Gigante
von Adrián Biniez
und
Tatarak (Der Kalmus)
von Andrzej Wajda
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