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  • Text: Daniel Schieferdecker
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"Howl" und "Ghostwriter"


Hat die Berlinale gestern eher gemächlich angefangen und im Eröffnungsfilm „Tuan Yuan“ noch die ganz großen Kinomomente vermissen lassen, hat das Festival bereits am zweiten Tag zurück in die Spur gefunden. Mit „Howl“ von Rob Epstein und Jeffrey Friedman sowie Roman Polanskis „Ghostwriter“ liefen am heutigen Tag zwei hervorragende Beiträge im Wettbewerbsprogramm.

„Howl“ beleuchtet ein Gerichtsverfahren gegen den großen Beat-Generation-Dichter Allen Ginsberg, und überzeugt nicht nur inhaltlich mit seiner Auseinandersetzung mit der Zensur von Kunst, sondern auch durch seine experimentelle Erzählform, in der auch Anime- und Schwarz-Weiß-Sequenzen Verwendung finden. Als „Plädoyer für die Freiheit“ hat Friedman „Howl“ heute bezeichnet, und das kann man so stehen lassen. Ein wirklich gelungenes Werk, dass zu recht mit anhaltendem Applaus bedacht wurde.


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Ebenso schön anzusehen, wenngleich völlig anders, ist „Ghostwriter“ mit Ewan McGregor und Pierce Brosnan. Polanski selbst war selbstverständlich nicht da, weshalb die anwesenden Darsteller in Abwesenheit des Regisseurs ungestraft witzeln konnten: „Polanski ist wie deine Mutter, nervig, aber du weißt, sie hat immer Recht“, beschrieb McGregor beispielsweise sein Verhältnis zum Altmeister. Der Film selbst ist ein klassischer Polit-Thriller nach der Romanvorlage von Robert Harris. Wenig Gewalt und Action, dafür umso mehr Spannung und Atmosphäre. Am Donnerstag startet der Film bereits in den Kinos.

Text: Daniel Schieferdecker


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