- Text: Christine Stiller
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Erster Tag
Kölle Alaaf mal anders
Abenteurer, die wir nun einmal sind, haben wir die freundliche Einladung vom Louisiana-stämmigen Likör-Meister Southern Comfort natürlich nicht ausgeschlagen und uns auf einen kleinen Familienausflug in seine Geburtsstadt begeben. Und da sind wir nun: New Orleans. Mardi Gras – die fünfte Jahreszeit. Mal wieder Ausnahmezustand am Mississippi.
Fast 24 Stunden halten wir uns schon auf den Beinen, als wir endlich im French Quarter einrollen. An Ruhe, Frieden und ein direktes Heranfahren vors Hotel ist nicht mehr zu denken. Die Bourbon Street – die unangefochtene Topfetenmeile der Stadt – ist lückenlos von partywütigen, dickschichtig mit traditionellem lila-grün-goldenem Mardis Gras-Dekor behängten und extrem dauerdurstigen Faschingsfreunden besetzt. Und schon im Flugzeug kamen uns die ersten massenfeierwilligen Menschen entgegengeschwankt. Ballermann-US.
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Was für das Rheinland die heiß geliebte Narrenzeit, ist für den Südstaatler und seine Gäste der Mardis Gras (französisch „Fetter Dienstag“). Beim alljährlichen Karnevalswahnsinn in der Mississippimetropole steht ebenfalls alles im Zeichen der ungebremsten Feierlaunigkeit.
Statt Kamelle fliegen im Bourbon Street-Umkreis Plastikketten durch die Luft. Statt Clowns-Perücke tragen die jungen Damen hier die Unterhose gerne auch gleich mal über der Jeans – wenn überhaupt. Allzu lange anbehalten will den ganzen Fummel ohnehin fast keiner. Und gastfreundlich, wie man in Mardis Gras-Zeiten einfach ist, wird auch tatkräftige Kennenlernunterstützung vom Hotelpersonal geboten.
Beim Einchecken gibt es erst mal Plastikarmbändchen. Drei pro Nase. Eines für den jeweiligen Hotelgast und zwei auf Halde, so dass auch spontan aufgepickten Übernachtungsgästen die Herbergstüren immer offen stehen. Eigentlich ganz praktisch. Na ja, sollte uns die Langeweile packen, sehen wir uns einfach mal um. Zumindest in der Theorie ist die Auswahl ja enorm. Helau!
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