BAIKONUR
Nichts ist schöner als ein Roadmovie: Der tragische Held sitzt in einem amerikanischen Schlitten, fährt in den Sonnenuntergang, getrieben von einem Fluch, der sich erst in der Weite des Wilden Westens löst. Doch was passiert, wenn man die Richtung wechselt und wie Chlodwig Beck nach Osten fährt? Irgendwer hat dem gescheiterten Piloten die letzte Sojus Rakete überschrieben, weshalb er sich in einem alten Volvo auf den Weg zum russischen Weltraumbahnhof Baikonur macht. Wie es sich für ein Roadmovie gehört, ist Beck nicht nur auf der Reise, sondern auf der Flucht. Auf der Flucht vor seinem kaputten Leben, seiner Vergangenheit und der Erinnerung an seine Frau, die bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen ist. Mit dabei ist ein skurriles Trio, das nichts zu verlieren hat. Doch für Vier ist nicht genug Platz in der Rakete ...
Auch wenn Geyer alle Element eines Roadmovies berücksichtig, funktioniert die Geschichte irgendwie nicht. Es gibt zu viele Ungereimtheiten und Erzählstränge, die nicht zu Ende geführt werden. Auch der Showdown befriedigt nicht. Am Ende stehen zu viele Fragezeichen, so dass man sich fragt, warum Geyer einen durch die Kälte der russische Einöde schickt. (uTTo)
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