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Bild: MARTIN COMPART
  • Text: Moritz Honert
  • Verlag: Bastei Lübbe
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MARTIN COMPART
G-MAN JERRY COTTON


Man kann von den Geschichten halten, was man will, aber die Titel sind allesamt große Kunst. „Für jedes Grinsen eine Kugel“, „Der Teufel locht das Höllenticket“ oder „Marihuana ist kein blauer Dunst“: So prangt es seit inzwischen unglaublichen 57 Jahren allwöchentlich von den Covern der Jerry Cotton-Krimis. Ob unter den roten Heftchen wirklich ein paar der „besten Krimis, die ich je gelesen habe“ zu finden sind, wie Martin Compart, Journalist und Autor dieser Cotton-Homage schreibt, sei dahingestellt. Das beigelegte Heft „Süße Bienen, blaue Bohnen“, das erstmals Mitte der Sechziger als Fortsetzungsgeschichte in der Bravo erschien, nährt Zweifel an dieser Behauptung. Trotzdem ist diese Würdigung hier eine unterhaltsame, wenn auch nicht wirklich kritische Lektüre. Neben dem üblichen Who-is-who und reichlich Trivia gibt es einen interessanten Aufsatz über die Autoren der Reihe, einen etwas kurz geratenen über den Ärger mit dem Jugendschutz und einen etwas beleidigten über die Kritiker der Serie. Fans werden sich trotzdem glücklich blättern und dem Autor zustimmen, wenn er schreibt: „Unterhaltung ist kein politisches Proseminar.“


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