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Bild: HAT ES SPASS GEMACHT, MR. WILDER?

HAT ES SPASS GEMACHT, MR. WILDER?


Cameron Crowe hat Renée Zellweger in 'Jerry Maguire' besetzt und hatte dabei Shirley MacLaine in 'Das Appartement' im Kopf. Nur so ein Beispiel, das verdeutlicht, wie sehr Cameron Crowe Billy Wilder verehrt. Wir alle lieben Billy Wilders Filme. Crowe durfte sich ein Jahr lang mit Billy Wilder regelmäßig zu Gesprächen treffen. Die Idee war, etwas ähnliches zu schaffen, wie Truffauts Buch über Hitchcock. Truffaut kam vom Cahiers du Cinema und Cameron Crowe war ursprünglich auch Journalist. Er war sogar Mitherausgeber vom Rolling Stone. Mit 'Jerry Maguire' erlangte Crowe die Weihen eines Oscar-nominierten Filmemachers. Aber als Crowe Wilder das erste Mal aufsuchte, war 'Jerry Maguire' noch in der Drehbuchphase. Crowe wollte Wilder in seinen Film haben, das klappte nicht. Er erzählt davon in der Einleitung, und die meisten Journalisten werden wohl bei den Zeilen aufseufzen. 'Hat es Spaß gemacht, Mr. Wilder?' hätte eigentlich gar nicht entstehen sollen. Wilder gibt nur sehr selten Interviews und er wollte keine weiteren Bücher von sich veröffentlicht sehen. Crowe konnte das Buch trotzdem machen. Ein großer, umfangreicher Band mit unzähligen, teilweise bisher unveröffentlichten Bildern. Wilder erinnert sich ausgezeichnet an alles, ist ein nüchterner Beobachter, erzählt die vielen Anekdoten seiner Filmgeschichte, ist oft auch sehr knapp. Die Atmosphäre lässt Crowe kursiv mitschwingen. Eine Biographie ist der Band nicht geworden, ein schriftliches Vermächtnis vielleicht schon. (Elisabeth)


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