SCHALLPLATTEN
In diesem Büchlein gibt uns Nonhoff einen Einblick in seine Musiksozialisation. Vom ersten Blick in den elterlichen Plattenschrank (oder besser gesagt: in das schmale Fach in der Schrankwand) über die erste selbsterworbene Platte bis hin zur hoch differenzierten Plattensammlung. Fein säuberlich wägt er die Vor- und Nachteile der Schallplatte gegenüber den Silberlingen ab, um sich vorbehaltlos für seine alte Passion zu entscheiden. Nonhoff zeigt auf, welchen Stellenwert die 'Sammlung' hat und was wirklich ihren Wert ausmacht: Sie spiegelt Charakter und Leben ihres Besitzers. Sie erzählt Geschichten und ist Geschichte zugleich.
Streckenweise haben Nonhoffs Ansichten starke Parallelen zu Nick Hornby, was ja nicht schlecht ist. Sein Vorzug gegenüber Hornby ist aber, dass er an die Skurrilitäten der deutschen Schallplattengeschichte erinnert. So erweckt er z.B. Sondock wieder zum Leben. Der berühmt-berüchtigte Musikredakteur von WDR 2, der wie kein anderer die Musikkonsumenten der späten 70er, frühen 80er in Westdeutschland geprägt hat. (uTTo)
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