NACH DEM ENDE
Jetzt haben wir aber endgültig den Jahrtausendwechsel überstanden, nicht wahr? Auf dem schwarzen Einband prangt die untergehende Titanic, ein Mythos, der das letzte Jahrhundert nachhaltig prägte. Der Film liebt es, neue Szenarien aufzuwerten, auch das der Endzeit. Katastrophenfilme machen richtig Kasse. In der Reihe 'Arnoldshainer Filmgespräche' widmete man sich im vergangenen Jahr quasi dem Weltuntergang und dem Blick auf das Danach. In der vorliegenden Publikation kann man jetzt nachlesen, was die Gesprächspartner - Publizisten, Filmkritiker und Filmhistoriker - zu diesem Thema zu sagen haben. Da geht es Charles Martig in 'Viel Vergnügen beim Weltuntergang' um die 'Filmästhetik zwischen Spektakel und Vision', Heike Kühn berichtet über die Filme des 'Alien'-Zyklus. Eigene Kapitel behandeln 'Armageddon' und 'Strange Days', und 'Lost Highway' wird als Parabel über 'Unbehaustsein und Desorientierung' gezeichnet. Einmal eine ganz andere Herangehensweise an die Filmrezeption, allerdings ist die Lektüre nicht auf Unterhaltung aus. (Elisabeth)
ANZEIGE
Du musst eingeloggt sein,
um Kommentare schreiben zu können.
