- Text: Moritz Honert
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Fünf Fragen an
Eric Powell
Gibt es etwas Besonderes, was der Comic allen anderen Medien voraus hat?
Seine Freiheit. Anders als beispielsweise die Leute vom Film muss ich mich als Comiczeichner nie an der Realität orientieren und dem, was technisch möglich ist. Deshalb wird meine Serie „The Goon“ jetzt auch nicht in einen Realfilm, sondern in einen Zeichentrick verwandelt. Das ist einfach näher dran.
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Welche Musik hörst Du beim Zeichnen am liebsten?
Tom Waits. Die neueren, experimentelleren Sachen. Besonders wenn ich an „The Goon“ arbeite, hilft mir das. Die Songs haben eine abseitige Atmosphäre, die ich auch mit meinen Geschichten transportieren will. Das geht allerdings nicht soweit, dass ich mir Figuren oder Plots den Texte ausleihe.
Welcher ist Dein aktueller Lieblingscomic?
Ehrlich gesagt, lese ich nicht mehr viele Comics. Das liegt sicher mit daran, dass ich draußen in den Wäldern von Tennessee lebe, wo es keine Comicläden gibt. Aber vieles was veröffentlicht wird, interessiert mich auch einfach nicht. Immer nur Superhelden hier, Superhelden da. Die amerikanische Comicindustrie ist nicht sehr offen, was neue Ideen angeht. Verstehen tue ich das nicht wirklich. Auf der einen Seite wird bei uns im Film und gerade im Fernsehen so viel entwickelt und ausprobiert, und auf der anderen lesen die Leute seit 50 Jahren immer dieselben Spider-Man-Geschichten. Da bin ich manchmal echt neidisch auf die europäische Szene. Die erscheint mir wesentlich abwechslungsreicher. Leider gibt es aber kaum Übersetzungen. Um aber doch noch ein paar Sachen zu nennen, die mir gefallen: „Hellboy“ von Mike Mignola mag ich gerne oder „Rasl“ von Jeff Smith.
Was empfiehlst du jungen Nachwuchskünstlern?
Bleib dran, arbeite hart und gib nicht auf. Was auch sonst? In der Comicindustrie gilt wie überall sonst auch: nichts passiert von alleine, und keiner schenkt dir was.
Welche Musik soll bei deiner Beerdigung laufen?
Da hab ich noch nie drüber nachgedacht. Ich denke, Slayer wären gut. Und dann etwas von der Countrysängerin Patsy Cline. (lacht) Das wäre eine gute Mischung.
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