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5 Fragen an
Eckart Breitschuh
1.
Gibt es etwas besonderes, was Comic allen anderen Medien voraus hat?
(aka: Gibt es etwas, was nur Comic kann?)
Ja. Man kann Massenszenen und fette Special Effects recht kostengünstig visualisieren. Dafür gibt es aber auch eine Menge, was Comic andern Medien hinterher hat: Zum Beispiel den fehlenden Ton. Soundwörter sind zwar ein effektives und vielseitiges Stilmittel, können aber mit der Ausdruckskraft eines Filmsoundtracks schwerlich mithalten. Ein weiteres Manko des Comics ist die fehlende Zeitleiste. Der Leser kann sich aussuchen, welches Bild er wann und wie lange betrachtet. Außer dem Seitenumblättern gibt es kaum eine Möglichkeit, den Leser zu überraschen. Timing kann im Comic also eine recht ungenaue Sache sein. Dadurch fehlen dem Comicautor gegenüber dem Filmer zwei wesentliche narrative Elemente.
2.
Welche Musik hörst du (momentan) am liebsten beim Zeichnen?
Bob Dylan’s "Theme Time Radio Hour". Eine Stunde pro Sendung präsentiert der beliebte amerikanische Blödelbarde Pop-Musik der letzten 100 Jahre zu einem bestimmten Thema. Ein eklektischer Mix aus Hits und obskuren Musikaljuwelen. Strengstens empfohlen!
3.
Welcher ist dein aktueller Lieblingscomic? (Bitte nicht witzigerweise den eigenen nennen!)
Aktuell, schmaktuell. So oft gibt’s ja gar keine guten Comics. Mein internationaler Spitzenreiter ist folglich seit etwa vier Jahren "Tom Strong" von Alan Moore und Chris Sprouse. Was besseres habe ich lange vorher und auch seitdem nicht mehr gelesen.
National muss es "Didi und Stulle" von Frauenvertilger und Rundherumgutkerl Fil sein. Der einzige deutsche Comic, der mich gleichzeitig hip fühlen und in wohligen Siebzigerjahre-Kindheitserinnerungen suhlen lässt. Fil ist der neue Kauka!
4.
Was empfiehlst du jungen Nachwuchskünstlern?
Kehrt um, ihr Narren! Kehrt um, bevor es zu spät ist!
5.
Welche Musik soll bei deiner Beerdigung laufen?
Ennio Morricones "Dollar"-Soundtracks.
Zum Comicsalon Erlangen ist es nun soweit. Endlich, endlich erscheint im Rahmen von Weissblechs Heftserie “Welten des Schreckens“ der Nachfolger der bei Ehapa so unrühmlich versenkten “Argstein“-Saga von Eckart Breitschuh und Josef Rother. Es trägt den Titel „Alptraum unterm Berg". Ein Blick auf Story und Artwork zeigt, dass sich die Künstler beim ersten Band lediglich Warmgelaufen haben. Denn jetzt geht es richtig los.
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