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Bild: Riff Reb's
  • Text: A. Hartung
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Riff Reb's
An Bord der Morgenstern


Der französische Zeichner Riff Reb's ist bei uns eigentlich nur über seine tragikomische Groteske “Myrtil Mistelzweig“ bekannt, für die er 1993 mit dem "Max und Moritz Preis" ausgezeichnet wurde. Obwohl - "bekannt" ist jetzt vielleicht übertrieben, schützt der Preis doch wie so oft die ausgezeichnete Publikation nicht davor, in den Ramschkisten der Republik zu verschwinden (vollkommen zu Unrecht übrigens). Nun, fast 20 Jahre später, traut sich der Carlsen Verlag an die Veröffentlichung des neuesten Werks des geheimnisvollen Franzosen. Natürlich nicht, ohne vorher noch den obligatorischen "Graphic Novel"-Stempel aufs Cover zu drücken. Und es stimmt ja auch. Denn “An Bord der Morgenstern“ ist die Adaption eines französischen Klassikers von Pierre Mac Orlan und eine waschechte Piratengeschichte, wie sie im Buche steht. Kurze, lakonisch-komische Episoden voller Dreck, Krankheit und brutaler Lebensgier erzählen die ersten Jahre eines Bootsjungen in der Mannschaft des berüchtigten George Merry. Das alles wird von Riff Reb's in beeindruckenden atmosphärischen Bildern mit stimmiger Farb- und toller Lichtgebung inszeniert. Eines der besten Piratencomics diesseits des Atlantiks! Verdammt noch mal!


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