- Text: A. Hartung
- Preis: 11 Euro
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Jeff Lemire
Geschichten vom Land
Sie sind ein ungleiches Paar: der grobschlächtige Jimmy, der mal für einen Tag Spieler in der National Hockey League war, bei seinem ersten Match ein Tor erzielte und noch im selben durch einen Treffer am Kopf invalid geschossen wurde. Seitdem sagen die Leute, er sei etwas langsam. Und der kleine Junge namens Lester in seinem Superhelden-Kostüm, der gerade seinen ersten Comic gezeichnet und vor kurzem seine Mutter verloren hat. Er wohnt jetzt bei seinem Onkel, der keine Kinder hat. Es ist nicht einfach. In letzter Zeit treffen sich die zwei öfter unten am Bach und spielen entweder legendäre Eishockey-Spiele nach oder bewahren die Welt vor einer außerirdischen Invasion. Besagter Bach liegt in der Nähe der Stadt Essex County, in der Autor und Zeichner Jeff Lemire alle Geschichten seiner gleichnamigen Graphic-Novel-Trilogie spielen lässt.
Der erste Band, “Geschichten vom Land“, erzählt die Erlebnisse von Lester und Jimmy Lebeuf. Der unruhige krakelige Zeichenstil wirkt auf den ersten Blick etwas unfertig und fehl am Platz, entpuppt sich aber beim Lesen als funktionierende und atmosphärische Untermalung dieser berührenden Geschichte einer seltsamen Freundschaft. Nur die Aufmachung für ein so schönes Buch könnte ruhig etwas hochwertiger sein.
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