- Text: A. Hartung
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Diggle/Manco
Hellblazer 10 – Spritztour
John Constantine ist eine arme Sau. Irgendwie. Seit Jahrzehnten schlägt er sich nun bereits als cooler Trenchcoat-Okkultist durch die britische Dämonenwelt. Aber so richtig ist nichts hängen geblieben. Im Gegenteil. Da Constantine oft darauf angewiesen ist, dass der eine oder andere Freund ihm einen Gefallen tut, werden diese im Laufe der Jahre immer weniger.
Denn allzu oft sehen sich diese Freunde dann später mit schlechtgelaunten Dämonen konfrontiert, die gerne wissen wollen, warum man so schlechten Umgang pflegt. Das kann eine Freundschaft auf Dauer sehr belasten. Kein Wunder also, dass der Comicleser den coolen Constantine im Laufe der “Hellblazer“-Serie bereits mehrmals am Boden erleben durfte. Gerade ist es mal wieder soweit. Nach einer missglückten Teufelsaustreibung, bei der ein kleines Mädchen aus Versehen zur ewigen Verdammnis verurteilt wurde, versucht der von einem schlechten Gewissen geplagte Constantine wieder auf die Beine zu kommen, und sei es, dass er sein schlechtes Gewissen in Form eines Neugeborenen über die Klippen ins Meer wirft. Vermutlich auf Grund der Erfahrung geht das so schnell, dass der Panini-Verlag in dem 244 Seiten starken Doppelband noch drei weitere Abenteuer unterbringen kann.
Die “Hellblazer“-Serie ist eine sichere Bank und hält konstant ihr gutes Niveau. Wirklich bemerkenswerte Ausreißer (nach oben oder unten) gibt es selten. Dementsprechend gut wird der Leser in “Spritztour“ unterhalten. Nur dass die letzte Story mittendrin abbricht, um erst im nächsten Band weitergeführt zu werden, ist ärgerlich. Sollte es wirklich nur noch “Constantine“-Komplettleser geben? Na, wie gesagt, über die Jahre werden seine Freunde weniger.
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