- Text: A. Hartung
- Preis: 10 Euro
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Dave Grigger
Das klingt verwunderlich, aber schließlich ist er der Totengräber (Wobei zu fragen ist, warum die Gemeinde ihm nicht ein kleines Häuschen am Rande des Friedhofes spendiert. Das wäre doch wohl drin gewesen?). Dave ist zufrieden, die Leute grüßen ihn höflich, stets in der Hoffnung, nicht demnächst von ihm unter die Erde gebracht zu werden. Alle paar Wochen geht er ins Dorf, schaut, was es Neues gibt und lässt sich seine Brieftasche klauen. So könnte es ewig weitergehen, hätte er nicht eines stürmischen Nachts jemand seine Namen rufen hören. Den Rufen folgend findet er unter einem Baum einen Schädel, auf dessen Hinterkopf eine Prophezeiung geschrieben steht. Was er auch tut, ab diesen Augenblick wird er den Schädel nicht mehr los. Wenn er ihn vergräbt, liegt er am nächsten Morgen in seinem Bett. Und die Prophezeiungen ändern sich. Als wäre das noch nicht verwirrend genug, bekommt es Dave noch mit einem bösartigen Dämon zu tun, verliebt sich in eine schöne Zigeunerin, die hinter eben jenen Dämon her ist und zu allem Überfluss rafft eine unerklärliche Seuche die Anwohner dahin und zwingt Dave zu Akkordarbeit.
Dave Grigger wurde von Mamei in drei Monaten chronologisch Seite für Seite ohne vorheriges Skript gezeichnet. Anschließend hat Arbeitstier Ivo Kircheis den Zeichnungen durch Tuschen seinen charakteristischen Stempel aufgedrückt. Herausgekommen ist ein äußerst charmante, mystische, komische (und manchmal ein wenig verworrene) Geschichte, die in ihren besten Momenten an eine Mischung aus “Drei Schatten“ von Cyril Pedrosa und Joann Sfar erinnert. Nur ein wenig länger hätte es sein können. Wenn man frei zeichnet, muss man sich doch nicht unbedingt an das typische 46 Seiten–Limit halten.
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