- Text: Tito Wiesner
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Videogame Deathmatch
Fahrvergleich & Autotest Blur vs. Split Second
Wer kennt nicht diese täglichen Situationen im Straßenverkehr, in denen man sich zumindest für den Bruchteil einer Sekunde wünscht, Drängler, Trödler und andere störende Asphalt-Piloten mit einer gut platzierten Attacke von der Straße zu befördern? Gleich zwei neue Spiele wollen genau dieses Bedürfnis befriedigen - und treten bei uns im ultimativen Fahrvergleich gegeneinander an.
Fahrverhalten und Fuhrpark:
„Need For Speed“ trifft „Mario Kart“ - so oder so ähnlich lässt sich am besten zusammen fassen, wie sich die Autos in „Blur“ steuern. Das zuständige Entwicklerteam, das bereits die Erfolgsserie „Project Gotham Racing“ entwickelt hat, setzt auf einen Mix aus gekonnten Fahrmanövern inklusive spektakulärer Drifts, in denen die lizenzierten Wagen von Audi, VW oder Ford alles geben - gleichzeitig aber dank Einsteiger-freundlicher Bedienung auch einfach zu handhaben sind. Selbst Rennstrecken-Neulingen ist es so möglich, schnell neue Wagen und Strecken freizuschalten.
„Split Second“ ist pures Entertainment - zumindest für die Zuschauer. Bei der fiktiven Rennserie handelt es sich nämlich um einen eigens fürs Fernsehen erschaffenen Wettbewerb, in dem die Quote dadurch in die Höhe getrieben wird, dass möglichst wenig Piloten das Ende der Rennstrecke unbeschadet erreichen. Fahrerisches Können und schicke Autos sind da zweitrangig - es zählen neben schnellen Reflexen vor allem auffällig designte Fantasie-Wagen, denen in der Großstadt ebenso wie auf abgesperrten Baustellen oder einem Flugplatz das Maximum abverlangt wird.
Sonderausstattung und Extras:
„Blur“ ist nicht nur Renn-, sondern vor allem Actionspiel. Neben Platzierungs- und Checkpoint-Wettbewerben gibt es Zerstörungsherausforderungen, in denen es vor allem darum geht, so viele Kontrahenten wie möglich in Blechhaufen zu verwandeln. Hilfreich dafür sind die zahlreichen, gezielt einsetzbaren Power-Ups: Neben Raketen gibt es auch Minen, Blitzattacken, direkte Stöße für neben dem Spieler fahrende Wagen, aber auch Reparatursymbole und Schutzschilde. Vor allem in späteren Rennen ist Taktik angesagt: Nur wer das passende Extra richtig einsetzt, hat Chancen auf den Sieg.
Zwar gilt es auch in „Split Second“ durch gekonnte Drifts eine Energieleiste aufzuladen. Mit der werden allerdings keine Turbos gestartet, sondern Explosionen - erst kleinere Feuerwerke am Streckenrand, später dann Sprengungen von Kernkraftwerken oder Brücken. Das Ziel ist immer, den Kontrahenten durch herumfliegende Trümmer oder Feuerbälle von der Strecke zu kegeln. Aber Vorsicht: Da im Gegensatz zu „Blur“ nicht direkt Waffen auf die Gegner gerichtet, sondern immer nur indirekt Sprengköpfe ausgelöst werden, kann man auch selbst Opfer der Attacken werden.
FAZIT
Schnell und explosiv sind beide Kontrahenten, Schwerpunkt und Einsatzbereich sind allerdings unterschiedlich: Während „Blur“ durchaus Rennspiel-Piloten ködern will, die auch mal den Feuerknopf bedienen möchten, richtet sich „Split Second“ vor allem an reaktionsschnelle Action-Fans, die auch schnelle Autos mögen. Spaß machen beide Modelle - die Kaufentscheidung sollte man also ganz nach persönlicher Zerstörungswut treffen.
Text: Tito Wiesner
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