- Text: Tito Wiesner
- Plattform: Für Playstation3, Xbox360
- Publisher: Activision
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Bewertung:
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Singularity
Böse Russen, missglückte Atomexperimente, gefährliche Mutanten: Auf den ersten Blick versammelt der Shooter „Singularity“ alle Action-Spiel-Klischees, die die letzten Jahre das Genre dominiert haben. Einen genaueren Blick lohnt der Titel trotzdem: Immerhin kann man hier die Zeit manipulieren und in Sekundenbruchteilen mehr als 50 Jahre überbrücken.
Im Zuge des Zweiten Weltkriegs gelingt es der Sowjetunion, eine mysteriöse Energiequelle ausfindig zu machen, die als Ausgangsmaterial für weitreichende Eroberungen dienen soll. Auf einer abgeschiedenen Insel werden Labore eingerichtet und Experimente durchgeführt, bei denen allerdings irgendetwas gründlich schiefgeht. Im Jahr 1955 werden daher sämtliche Aktivitäten eingestellt und das Eiland verlassen. Bei einer geheimen Untersuchung stellt das US-Militär im Jahr 2010 dann atomare Strahlung über dem einstigen Sperrgebiet fest - und schickt ein Eliteteam, um zu ergründen, was dort einst vorgefallen ist. Allerdings geschieht dann das, was in solchen Fällen meistens passiert: Der Erkundungshubschrauber stürzt ab, das Eliteteam wird getrennt, und der Spieler ist zunächst auf eigene Faust in den verlassenen Anlagen und Gebäuden unterwegs, in denen überall Stalin-Büsten und alte Tonbänder von der Vergangenheit zeugen. Auch übersinnliche Phänomene lassen nicht lange auf sich warten: Das Bild verzerrt sich, plötzlich ist nicht mehr 2010, sondern 1955 - und der vom Spieler gesteuerte Soldat ist mittendrin in Chaos und Flammen.
Richtig interessant wird das Ganze allerdings erst, wenn der Spieler bis zu einem gewissen Grad selbst Herrscher über die Zeit wird - und mit einem Zeitmanipulationsgerät in der Lage ist, Gegenstände altern zu lassen oder zu verjüngen. Aus einer in ihre Einzelteile zerfallenen Treppe wird wieder ein begehbarer Weg, zertrümmerte Kisten erstrahlen wie neu, Gegner werden per Knopfdruck in ein hohes Alter versetzt. Zeitmanipulationen sind allerdings nicht beliebig, sondern immer nur an vorbestimmten Stellen möglich. Darüber hinaus ist „Singularity“ nahezu komplett linear; wenn eine Tür oder ein Gang nicht benutzt werden soll, sind sie verschlossen oder zugestellt. Insofern ist das Ganze am Ende traditionelle Shooter-Kost mit ein paar netten Ideen - Innovationen fehlen hier ebenso wie große spielerische Freiheit, überdurchschnittliche und unkomplizierte Unterhaltung wird dennoch geboten.
Text: Tito Wiesner
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