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Bild: Deathspank
  • Text: Tito Wiesner
  • Plattform: Für Playstation3, Xbox360
  • Publisher: Hothead Games
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Deathspank


Ein etwas zu selbstbewusster Held, alkoholisierte Fantasy-Wesen, ein Artefakt namens "Das Artefakt": Das Action-Spiel „Deathspank“ bietet alles andere als typische Hack&Slay-Kost. kein Wunder - steckt hinter dem Titel doch Ron Gilbert, seines Zeichens Erfinder von Monkey Island-Held Guybrush Threepwood.

Spötter hatten schon gar nicht mehr mit der Fertigstellung von „Deathspank“ gerechnet - schließlich arbeitete Gilbert bereits seit 2004 zusammen mit dem Studio Hothead Games an dem Titel, Gerüchte über Probleme bei der Entwicklung machten immer wieder die Runde. Zwischendurch wurde auch das Konzept geändert - erst als Episoden-Titel geplant, ist „Deathspank“ nun doch als reguläres Download-Spiel im Playstation Network und bei Xbox Live Arcade verfügbar. Im Mittelpunkt steht Held Deathspank, ein kräftiger Recke, der gerne betont wie wichtig für ihn Gerechtigkeit ist - und wie unglaublich heldenhaft seine unglaublichen Heldentaten doch sind. Sein Auftrag ist es, ein mächtiges Artefakt zu finden - das praktischerweise einfach den Namen "Das Artefakt" trägt und dessen wahre Fähigkeiten niemand so genau kennt.
„Deathspank“ nimmt viele Fantasie- und Rollenspiel-Klischees auf die Schippe und sorgt im gesamten Spielverlauf mit zahlreichen Dialogen, kruden Charakteren und zumindest inhaltlich ungewöhnlichen Quests immer wieder für beste Unterhaltung. Spielerisch hingegen stand tatsächlich „Diablo“ Pate - wenn Deathspank nicht gerade Gespräche führt oder auf seine Klasse hinweist, verbringt er die Zeit damit, in klassischer Hack&Slay-Manier unzählige Orks und andere Fabelwesen niederzumetzeln, Items einzusammeln, Aufträge zu erfüllen und nach und nach die eigenen Fähigkeiten auszubauen.

Vom „Monkey Island“- und „Diablo“-Vergleich sollten sich Spieler aber nicht blenden lassen - weder erreichen Story und Humor die Klasse des Adventures, noch kommt der Tiefgang dem RPG-Vorzeigetitel wirklich nahe. Gute Unterhaltung zum günstigen Preis (etwa 15 Euro) wird allerdings durchaus geboten: Unterhaltsam und unkompliziert darf hier etwas mehr als zehn Stunden lang eine Welt durchstreift werden, die dank ihrer ganz eigenen Charaktere und der flotten Dialoge einen Besuch mehr als wert ist.


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