- Text: Tito Wiesner
- Plattform: PC, Xbox360, Playstation3
- Publisher: THQ
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Bewertung:
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Homefront
Weltmacht USA? IM Jahr 2027 wohl nicht mehr - da wird das "Land Of The Free" von der nordkoreanischen Armee überrannt. Zumindest behaupten das die Entwickler von "Homefront" und lassen den Spieler in einem verzweifelten Guerilla-Krieg gegen die Besatzer agieren.
Aus Sportstadien sind Gefangenenlager geworden, Einkaufszentren wurden in Panzerdepots verwandelt - der Einmarsch der nordkoreanischen Truppen hat die USA zu einem von Willkür und Gewalt bestimmten Polizeistaat gemacht. Der einzige Ausweg scheint der Widerstandskrieg auf eigenem Boden zu sein; also wird ohne lange zu fackeln zu den Waffen gegriffen.
„Homefront“ hat inhaltlich mit erfolgreichen Shootern wie „Call of Duty“ wenig zu tun, statt von abgebrühten Elitesoldaten ist der Spieler hier von panischen Zivilisten umgeben. Trotzdem spielt sich der Titel ganz ähnlich: In vollständig schlauchartig angelegten Einsatzorten geht es meist mit viel Tempo und unkomplizierter Action vorwärts. Die gegnerischen Verbände schicken immer wieder Nachschub in den Kampf, also gilt es, immer wieder Deckung zu suchen, zu schleichen oder auch mal auf ein gepanzertes Fahrzeug zurückzugreifen. Die meiste Zeit ist man übrigens nicht alleine unterwegs: Die zwei computergesteuerten und praktisch unsterblichen Kameraden Rianna und Conner leisten einem Gesellschaft, sind aber nicht immer eine große Hilfe und laufen gerne auch direkt in die Schusslinie des Spielers.
Das Widerstands-Szenario hebt sich zwar angenehm vom sonst im Genre gewohnten Elitesoldaten-Einheitsbrei ab, allerdings patzen die Entwickler bei der Inszenierung: Vermeintlich intensive Situationen wie die Folter von Freunden oder das Verstecken unter einem Leichenberg wirken seltsam belanglos, da vor lauter Hektik und Action fast nur gesichtslose Mitstreiter und Feinde im Spiel agieren. Die Dramatik eines „Call Of Duty“ wird somit verfehlt – Shooter-Fans werden die gebotene Abwechslung trotzdem zu schätzen wissen.
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