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Red Faction: Armageddon


Immer Ärger auf dem Mars: Da wähnen sich die Bewohner des roten Planeten endlich mal in Sicherheit - und urplötzlich taucht ein neuer Feind auf und das schöne Leben ist wieder vorbei. Zeit also für den Spieler, zum großen Waffenarsenal zu greifen und die Kolonisten im wohl spektakulärsten „Red Faction“-Spiel aller Zeiten wieder zu befreien.

Satte 50 Jahre währte der Frieden auf dem Mars. Die diktatorische Earth Defense Force (EDF) war besiegt, die Kolonisten erstmals in der Lage, ihr Schicksal selbst zu bestimmen. Mitten ins friedliche und blühende Leben platzt allerdings der mysteriöse Bösewicht Adam Hale, zerstört die Technik, die das Leben auf der Mars-Oberfläche erst möglich gemacht hat, und sorgt so dafür, dass die Menschen sich wieder im Untergrund verstecken und in den unterirdischen Tunneln neue Stützpunkte errichten müssen. Glück im Unglück: Darius Mason, der Enkel des aus früheren „Red Faction“-Spielen bekannten Revolutions-Helden Alec Mason, fühlt sich berufen, es seinem Vorfahren im Freiheitskampf gleich zu tun. Somit greift er zu den Waffen - vor allem, da Bösewicht Adam Hale schon lange ein Feind der Mason-Familie ist.
Was folgt, ist bestes Shooter-Entertainment in einem ebenso fesselnden wie schaurig-schönen Science-Fiction-Szenario. Mason muss sich einer beeindruckenden Übermacht an Feinden erwehren - böse Sektenanhänger, vor allem aber die zahlreichen Aliens, die im Schlepptau von Hale kämpfen, vermögen es durch ihre unterschiedlichen Formen und Arten, den Adrenalin-Pegel des Spielers nach oben zu treiben. Wer sich einmal einer massiven Alien-Übermacht gegenüber gesehen und verzweifelt versucht hat, alle verfügbare Munition zur eigenen Rettung einzusetzen, darf hinterher einige Schweißperlen von Stirn und Controller wischen.
Gut, dass das eigene Waffen-Arsenal recht groß ist - und neben typischen Schusswaffen auch nette Gimmicks wie etwa eine Magnet Gun oder die Singularity Cannon zur Verfügung stehen. Ebenfalls beeindruckend ist die verwendete Geo Mod 2.5-Engine: War es schon in der Vergangenheit möglich, fast alles in den Szenarien in seine Einzelteile zu zerlegen, geht die Zerstörung diesmal noch einen Schritt weiter - da bleibt kein Stein mehr auf dem anderen, das wüste Geballer endet immer wieder in wilden Zerstörungsorgien.
Wem das zu destruktiv ist, dem kann mit der innovativen Nano Forge geholfen werden: Mit dieser Technologie kann tatsächlich praktisch alles wieder repariert und neu hergestellt werden - was viele neue taktische Möglichkeiten eröffnet.
„Red Faction: Armageddon“ verlässt sich aber nicht nur auf seine technischen Stärken, sondern nimmt vor allem im späteren Spielverlauf auch atmosphärisch und Story-technisch massiv Fahrt auf: Das Tempo wird höher, neue steuerbare Fahrzeuge am Boden und in der Luft lockern zudem den ohnehin schon abwechslungsreichen Spielverlauf zusätzlich auf. Die Zwischensequenzen werden spektakulärer, die Geschichte vertrackter - Serien-Veteranen freuen sich über viele Anspielungen auf frühere „Red Faction“-Titel - die übrigens durch zahlreiche weitere Medien wie Filme zum Spiel, Comics und dergleichen mehr noch vertieft werden können. Aber auch Neulinge erleben fasziniert, wie sich der Hintergrund um Bösewicht Adam Hale nach und nach aufklärt. Und der Mars selbst entpuppt sich einmal mehr als grandioses Szenario - auf der Planetenoberfläche und im Inneren warten Eiswüsten, brodelnde Lava-Ströme, unheimliche Gänge und zahlreiche spektakuläre Schauplätze mehr.
Dank so viel Variation, überzeugender Technik und der andauernden, herrlich kompromisslosen und zerstörungswütigen Action wird die Kampagne so zu einem grandios rabiaten Action-Feldzug - und Armageddon zum besten Teil der renommierten „Red Faction“-Reihe.


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