- Text: Tito Wiesner
- Publisher: EA
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Bewertung:
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Alice Madness Returns
Im Wunderland wird’s wieder blutig: Ein Steckenpferd zum Prügeln, scharfe Klingen zum Schnetzeln und eine Pfeffermühle zum Schießen - die Alice, die sich im Nachfolger vom elf Jahre alten „American McGee’s Alice“ durchs Wunderland kämpft, hat nur wenig mit der einst von Lewis Carrol erdachten Figur zu tun. Zudem hat sie auch deutlich mehr Probleme psychischer und technischer Art.
Alice ist im Vergleich zum PC-Spiel von 2000 älter geworden, besser geht es ihr allerdings nicht - immer noch wird sie von schaurigen Alpträumen heimgesucht, die durch den gewaltsamen Feuertod ihrer Eltern vor elf Jahren ausgelöst wurden. Alice gibt sich selbst die Schuld an den Vorkommnissen und muss deshalb erneut ins Wunderland aufbrechen, um dort aufzuräumen und so auch die Bilder und Stimmen in ihren Träumen ruhig zu stellen.
Das Wunderland ist einmal mehr kein wirklich heimeliger Platz - böse Kräfte sorgen dafür, dass die skurrilen Charaktere und schaurig-schönen Schauplätze von Tod und Verzweiflung umgeben sind. Um sich aller Gefahren zu erwehren, muss Alice einerseits zu den Waffen greifen und immer neue Gegner erledigen, andererseits aber auch zahlreiche knifflige Jump&Run-Passagen überstehen. Für die Gefechte steht ein ganzes Arsenal ungewöhnlicher Waffen bereit – angefangen bei scharfen Klingen über als Maschinengewehr fungierende Pfeffermühlen bis hin zu Extras wie der Möglichkeit zu schrumpfen oder sich in Schmetterlinge aufzulösen und so den gegnerischen Attacken zu entgehen.
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Allerdings sind die Kämpfe dennoch längst nicht so abwechslungsreich wie erhofft - Gegner-Typen wiederholen sich oft, wirkliche Taktik ist meist nur bei den wenigen Endgegnern gefragt und die Kamera sorgt für Frust.
Frust ist auch ein gutes Stichwort für die Geschicklichkeits-Passagen: Über Pilze, bewegliche oder transparente Plattformen hüpft es sich trotz Kombo-Sprüngen und der Möglichkeit zu gleiten dank schlechter Sicht oft nicht angenehm, zumal meist perfektes Timing gefragt ist; zahlreiche Bildschirmtode sind die Folge. Rundum gelungen ist dafür einmal mehr die Inszenierung - die Charaktere, von der berühmten Grinsekatze über die Kartensoldaten bis zum Hutmacher, die Szenerien und die Story sind eine Klasse für sich. Das Wunderland strotzt förmlich vor abgedrehten Ideen und hat viel Atmosphäre zu bieten. Insgesamt also eine stimmungsvolle Angelegenheit, die aber leider insgesamt auf Grund spielerischer Magerkost die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllt - monotone Kämpfe, frustrierende Geschicklichkeits-Passagen und zu wenige gute Rätsel trüben die Freude über die abgedrehten Ideen immer wieder.
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