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Bild: Duke Nukem Forever
  • Text: Tito Wiesner
  • Plattform: Für PC, Xbox360, Playstation3
  • Publisher: 2K Games
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Duke Nukem Forever


Sexismus, Gewalt, Poser-Sprüche - kein Zweifel, der Duke ist zurück. Nach unglaublichen zwölf Jahren Entwicklungszeit erblickt „Duke Nukem Forever“ entgegen allen Erwartungen doch noch das Licht der Ladenregale - und zelebriert besten 80er-Jahre Action-Trash.
Die Aliens sind zurück - und verdammt wütend. Schließlich vermasselte ihnen Duke Nukem einst die Invasion der Erde. Echte böse Außeriridische lassen sich von so etwas aber natürlich nicht entmutigen, sondern starten eine neue Attacke, diesmal auf Las Vegas – sie wollen es Duke Nukem heimzahlen. Der ist dort mittlerweile ein Medienstar mit eigener Talkshow, Burger-Kette und an die Olsen-Twins erinnernden lüsternen Groupies. Und da sie bei ihrem neuerlichen Eroberungsversuch alles andere zimperlich vorgehen, muss auch der Duke wieder zu den bewährten Mitteln greifen - von Arschtritten und Fausthieben über allerlei Gegenstände, Extras wie Schrumpfstrahler und Schusswaffen bis hin zu großen Geschützen und Fahrzeugen.
Schön: Das Spiel nimmt sich von der ersten Minute an nicht sonderlich ernst, neben ironischen Anspielungen auf die lange Entwicklungszeit gibt es praktisch ununterbrochen blöde Sprüche und Witze. Die sind allerdings Geschmackssache - ein bisschen Fäkalhumor muss man schon mögen, um an Pissoir-Geschicklichkeitsaufgaben oder angedeuteten Blowjobs Gefallen zu finden, und wer sich für Frauenrechte engagiert sollte ohnehin besser einen großen Bogen um das Spiel machen. Im Grunde ist der Titel allerdings ganz klassische Shooter-Kost: Viel nachgedacht werden muss nicht, In der Regel geht es darum, die sehr linearen Level zu absolvieren, zwischendurch Extras aufzusammeln und mal hier und mal da einen Schalter zu drücken, vor allem aber: Kontinuierlich zu ballern oder den Nahkampf zu üben. Aber nicht nur spielerisch wirkt „Duke Nukem Forever“ oft wie ein Programm aus der Vergangenheit, auch der Grafik und den Animationen merkt man an, dass sie in die Jahre gekommen sind. Wer sich als Fan des Klassikers „Duke Nukem 3D“ gerne an die eigene Jugend erinnert, der wird an dem Spiel und seinem speziellen Humor trotzdem Spaß haben. Wer allerdings erwartet hat, dass sich der Duke weiterentwickelt, auch etwas fürs Auge ist und neue Maßstäbe setzt, der sollte um das Spiel einen Bogen machen. Oder schätzungsweise zwölf Jahre auf die nächste Fortsetzung warten.


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