- Text: Tito Wiesner
- Plattform: Für Playstation3, Xbox360, Wii, DS, PC
- Publisher: Ubisoft
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Bewertung:
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Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2
Ein Ende mit Schrecken: Der Abschluss der Harry Potter-Saga ist vor einigen Wochen in den Kinos angelaufen - und passend dazu erschien auch das (vorerst) letzte Spiel zur Reihe für PC und Konsolen. Der erfolgreichste Zauberlehrling aller Zeiten hätte allerdings einen würdigeren Abschied von der Videospiel-Landschaft verdient.
Wie schon in vorherigen „Harry Potter“-Spielen orientiert sich auch die Handlung von "Heiligtümer des Todes Teil 2" lose an den Geschehnissen des Films - eine Kenntnis der Buch- oder Filmvorlage ist auf jeden Fall ratsam, da sonst die Sprünge zwischen den einzelnen Missionen recht abrupt wirken und die Geschichte in ihrer Gesamtheit kaum erfasst wird. Stichpunktartig werden bestimmte düstere Szenerien herausgepickt - vom Einbruch in den Sicherheitstrakt der Zaubererbank Gringotts bis hin zur Schlacht um Hogwarts und der Auseinandersetzung mit Oberbösewicht Voldemort und seinen Schergen.
Spielerisch ist „Heiligtümer des Todes Teil 2“ (ebenso wie der erste Teil) zuletzt allerdings mehr oder weniger ein Shooter - auch wenn statt klassischer Schusswaffen hier Zauberstäbe zum Einsatz kommen und statt zwischen MG oder Pistole zwischen unterschiedlichen Zaubern hin- und hergewechselt wird. Harry und Freunde werden in der Schulteransicht durch düstere Level gesteuert, müssen sich per Knopfdruck hinter geeigneten Objekten wie Felsvorsprüngen verstecken und in Deckung gehen, um dann immer wieder die zahllosen Kontrahenten anzuvisieren und durch gezielte Zauberstab-Schüsse zu erledigen.
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Schon nach den ersten Spielminuten stellt sich allerdings große Monotonie ein - angesichts immer gleicher, sich komplett vorhersehbar verhaltender Kontrahenten, extrem linearem Leveldesign und praktisch kaum vorhandener Abwechslung. Hinzu kommt, dass wenig Spannung entsteht - wenn Harry etwa minutenlang immergleiche Gegner abschießen muss, um so Hermine bei der Ausführung eines Zauberspruches Deckung zu geben, fragt man sich warum die junge Dame so derart lange für einen im Film nur wenige Sekunden benötigenden Befehl braucht. An solchen Stellen wird besonders deutlich, wie wenig sich die Szenerie für einen Shooter eignet - fast alle Missionen wirken, als wären sie in ein Actionspiel-Korsett gezwängt, in das sie eigentlich gar nicht reingehören.
Viele der in den letzten Jahren veröffentlichten „Harry Potter“-Spiele blieben hinter den Erwartungen zurück und konnten das theoretisch riesige Potenzial der Vorlage kaum nutzen. "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2" ist allerdings ein neuer Tiefpunkt - beliebig aneinandergereihte, monotone Shooter-Sequenzen ohne Atmosphäre und Abwechslung dürften selbst die größten Fans enttäuscht zurücklassen.
Genre: Action
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