- Text: Tito Wiesner
- Plattform: Für PC, Playstation3, Xbox360
- Publisher: Ubisoft
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Bewertung:
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Call of Juarez 3
Drogenfahnder statt Sheriffs, Kokain-Packungen statt Goldschatz: Der dritte Teil von "Call of Juarez" will vom Wilden Westen nichts mehr wissen und schickt den Spieler stattdessen in den Kugelhagel zwischen erbarmungslosen Kartellen und Ordnungshütern im heutigen Los Angeles.
Spieler steuern wahlweise den für die Polizei von Los Angeles antretenden Ben McCall, einen Nachfahren der früheren Hauptfiguren, den zwielichtigen DEA-Agenten Eddie Guerra oder eine gewisse Kimberly Evans vom FBI. Alle haben unterschiedliche Vorlieben bei den Waffen und können wahlweise auch von bis zu zwei Freunden im Koopmodus gesteuert werden. Die Handlung dreht sich um den Kampf gegen das Mendoza-Kartell - auch dessen Anführer ist ein Nachfahre einer Figur aus den früheren Spielen. Gemeinsam absolviert das Trio in der Kampagne eine Reihe von Missionen - etwa in einer bergigen Waldlandschaft, wo gegen den erbitterten Widerstand von Wachleuten die verbotenen Marihuanaplantagen abzufackeln sind. Zwischendurch gibt es Verfolgungsjagden im Auto, Ermittlungen im Nachtclub, Schießereien in den Straßen oder ein Duell mit einem Helikopter. Was abwechslungsreich klingt, spielt sich allerdings recht einfallslos: Den weitaus größten Teil der Zeit verbringt man damit, auf große Entfernung und mehr mit Glück als mit Können auf namen- und gesichtslose Feinde zu schießen. Auch die Handlung überzeugt nicht, dazu ist sie viel zu kompliziert, einen interessanten Hauptgegner gibt es nicht und die drei Protagonisten bleiben farblos. Vor allem aber vermisst man den Charme und die Atmosphäre der ersten beiden Spiele im Wilden Westen - so schrecken die Entwickler alte Fans ab, ohne neue zu gewinnen.
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Genre: Action
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