THE MOON PROJECT
Wem der Quasi-Vorgänger 'Earth 2150' gefallen hat, der wird 'The Moon Project' lieben, alle anderen Hobby-Strategen haben bisher echt was verpasst. Die drei Parteien, die im Vorgänger noch um die letzten verbleibenden Rohstoffe auf der Erde bekämpft haben, stehen sich erneut gegenüber, nur diesmal ist der Schauplatz der Mond. Denn die aus dem ersten Teil bekannte 'Lunar Corporation' betreibt ein geheimes Projekt auf dem Mond, was der Konkurrenz ein Dorn im Auge ist. Ein erbitterter Kampf entbrennt, bei dem euch allerlei bekannte, aber auch jede Menge neue Kriegsmaschinerie zur Verfügung steht. Sowohl taktisch als auch inhaltlich hat sich einiges getan, denn ging es im ersten Teil noch darum, möglichst schnell einen 'Tank-Rush' (sprich: den Gegner einfach nur platt machen) zustande zu bringen, so gibt es jetzt Aufgaben wie Sabotage, Spionage und Eskorten oder das Aufspüren von Artefakten, die deutlich mehr Abwechslung ins Spielgeschehen bringen. Die 3D-Grafik des Spiels ist recht zwiespältig: Im starken Kontrast zur absolut öden Landschaft (tja, der Mond hat halt nicht viele Sehenswürdigkeiten zu bieten) stehen die aufwendigen und wunderschönen Lichteffekte, die man bei Explosionen und Blitzen zu sehen bekommt. Übrigens sind Tag- und Nachtwechsel genauso wie Wettereffekte in der frei dreh-, schwenk- und zoombaren Spielumgebung enthalten. So setzt sich das Mondprojekt deutlich vor seinen Genrekonkurrenten 'C&C Alarmstufe Rot 2', das eindeutig zu eintönige und altbackene Missionen hat und somit meiner Meinung nach sogar noch 'Tiberian Sun' unterbietet. Besitzer eines DVD-Laufwerkes sollten nach der DVD-Version Ausschau halten, auf der zusätzlich noch das altbewährte 'Earth 2150' enthalten ist.
Der Spielspaß ist ab einem PII 350 mit 64 MB RAM und einer 3D-Karte übrigens am größten.
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