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SACRIFICE


Der neueste Streich aus dem Hause 'Shiny' ('MDK'; 'Earthworm Jim', 'Messiah'), bekannt für abgefahrene Spiele mit Höchstwertungen in Fachzeitschriften, die sich aber einfach nicht gut verkaufen wollen, heißt 'Sacrifice'. Auch diesmal handelt es sich um ein verrücktes und innovatives Spiel, diesmal im Strategie-Genre. Ihr übernehmt die Rolle eines Magiers auf einer schwebenden Insel, die in fünf Bereiche, jeweils unter der Herrschaft einer verrückten Gottheit, aufgeteilt ist. Jede dieser Gottheiten versucht anfangs euch anzuheuern, wobei die Gottheiten für Leben, Erde, Luft, Feuer und Krieg stehen. Im Verlauf des Spiels stellt man schnell den festen Zusammenhang zwischen den Göttern, Gebäuden, Einheiten und Zaubersprüchen fest, denn je nach dem, für wen ihr euch entscheidet, stehen euch andere Möglichkeiten offen. Ihr habt einen Altar, auf dem ihr einem der Götter Opfer bringt, um dessen Schutz zu erhalten, wird dieser Altar vom Gegner zerstört, so ist auch das Spiel verloren. Um Zaubern zu können wird Mana benötigt, so dass auf den quer im Level verteilten Manageysiren Manalithen errichtet werden müssen. Soldaten werden nicht in Gebäuden erschaffen, sondern per Seelenfang. Im Vergleich mit anderen Echtzeitstrategie-Spielen ist der Altar die Basis, die Seelen der Rohstoff und das Mana die Energie. Also baut man eine Armee auf und zieht sogar selbst mit in die Schlacht, wobei man seinem Magier immer über die Schulter guckt. Gefallene Gegner bringen ähnlich wie in einem Rollenspiel Erfahrungspunkte; die wiederum einen Levelaufstieg und damit mehr Einheiten und stärkere Zaubersprüche bringen, wobei diese wiederum von der Wahl eures Schutzgottes abhängen.
Die Technik des Spiel ist schon sehr beeindruckend. Lichteffekte, Umgebung und Himmel sehen sehr gelungen aus und enthalten viele Details, wobei die Sichtweite nur Hindernisse und Hügel begrenzt wird. Durch eine 'intelligente' Grafikengine werden immer nur so viele Details gezeigt, wie euer Rechner auch verträgt. Sind viele Gegner gleichzeitig im Bild, werden einfach ein paar nicht so wichtige Dinge ausgeblendet, was den Rechenaufwand verringert und das Spiel bleibt flüssig. Ebenso wird vor dem ersten Spielen die Leistung getestet und ein Kompromiss aus Leistung und Optik in den Optionen eingestellt. So läuft das Spiel bereits auf einem 300er mit 64 MB RAM flüssig, desto schneller euer Rechner, desto besser die Grafik. Der Sound ist auch gut gelungen, die witzigen Kommentare eurer 'Soldaten' und der sphärische Soundtrack sorgen für eine angemessene Spielatmoshäre.


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