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ONI


Oni wird auf den ersten Blick nicht jedermanns Sache sein, denn Oni hat genau das zu bieten, worauf Manga- und Kampfsportfans stehen. Große Kulleraugen und zierliche Stupsnasen und Münder auf schlanken Körpern kombiniert man hier gnadenlos mit ausgefeilten Schlag- und Trittkombinationen, wie man sie sonst nur von Tekken und Co. kennt.
Ihr schlüpft in die Rolle der Powerfrau Konoko, die im Jahre 2032 im Auftrag der Tech Crimes Task Force Spezialaufträge erledigt. Auf der Jagd nach einem fiesen Oberbösewicht müssen allerlei Gegner erledigt werden. Das besondere für PC-Spieler dürfte sein, dass neben diversen Schießprügeln auch Hand und Fuß eingesetzt werden können. Anfangs sind das zwar nur einfache Schläge und Tritte, im Verlauf des Spiels lernt ihr aber immer neue Kombinationen, die Konoko durch komplizierte Tastenkombinationen zu einer wahren Kampfsportexpertin machen. Das Ganze wird derart flüssig in Szene gesetzt, dass man sich des öfteren an Jet Li und Jackie Chan erinnert fühlt. Trotz aller Akrobatik haben die Programmierer dennoch ein nettes Waffenarsenal für euch zusammengestellt, angefangen bei gewöhnlichen Schusswaffen bis hin zu zielsuchenden Raketenwerfern. Ihr dürft aber immer nur eine Waffe bei euch tragen, einen Rucksack gibt es dafür nicht, das macht aber gar nichts, da die Gegner bei gezielten Tritten alle Naselang ihre Waffen verlieren.
Die ausgezeichnete Grafik und insbesondere die Animation der Charaktere sind sehr gut gelungen und stehen somit im krassen Gegensatz zu der Umgebung, die recht farblos und trist gehalten wurde, da wäre sicher noch mehr drin gewesen. Nervig ist mal wieder die Speicherfunktion, die das Speichern nur zwischen den Levels erlaubt. Der Schwierigkeitsgrad ist leider auch schlecht ausbalanciert, da bei den leichteren das Spiel nach ungefähr 15 Stunden durchgespielt ist, bei den schwereren verliert man dafür schneller sein Leben, als man die Tastenkombinationen drücken kann. Ansonsten biete Oni abwechslungsreiche Action-Kost, die sich von den 0815-Titeln der Konkurrenz gekonnt absetzt. Wer diesem japanisch angehauchten Spiel eine Chance gibt, wird jedenfalls nicht enttäuscht.
Auch hier sollte eine PIII bzw. Athlon mit 128 MB RAM und 3D-Karte für ausreichend Tempo reichen.


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