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BLACK & WHITE


Spiele-Gott Peter Molyneux hat es mal wieder geschafft: Umfragen nach zu urteilen, freut sich jeder dritte Zocker auf diesen Titel. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen gewesen, als ich dann endlich dieses Spiel ausprobiert habe. Um eines vorweg zu nehmen, es ist nicht das perfekte Spiel, das viele erwarten, aber es ist dennoch gut genug, um alles bisher da gewesene in den Schatten zu stellen. Wie schon 'Populous' und 'Dungeon Keeper', die Spiele, die Molyneux zu seinem Ruf als genialer Spieleprogrammierer verhalfen, ist auch 'Black & White' ein sogenanntes God-Game, ein Spiel, bei dem man die Rolle eines Gottes übernimmt. Dargestellt als eine Hand, übernehmt ihr die Rolle einer Gottheit, die um die Gunst der Menschen buhlt. Ob man nun durch gute Taten glänzt, um Anhänger zu gewinnen, oder richtig die Sau rauslässt, um ein gefürchteter Tyrann zu werden, bleibt dem Spieler überlassen. Als sozusagen Repräsentanten, als rechte Hand, steht Dir dafür noch eine Kreatur zur Verfügung, die man mit Schlägen und Streicheleinheiten erziehen muss und der man allerlei nützliche Dinge beibringen kann. Neben kleinen Gefälligkeiten, die man seinem Volk antun sollte, gilt es in erster Linie, besagte Kreatur abzurichten und zu trainieren und eine möglichst große Anhängerschar für sich zu gewinnen, um genügend Energie zu sammeln. Ist dann die Kreatur irgendwann groß und stark genug (was durchaus seine 50 bis 100 Stunden in Anspruch nehmen kann) tritt der kleine Freund im Kampf gegen gegnerische Kreaturen an. Hat man diese besiegt und noch den gegnerischen Tempel zerstört, kann man seinen Einflussbereich weiter vergrößern. So, das war dann auch schon die Kurzfassung (!) des Spielinhaltes. Neben diesem recht innovativen Spielziel, das sich teilweise wie eine Mischung aus 'Die Sims' und 'Creatures' spielt, macht die Grafik das besondere an diesem Ausnahmetitel aus. Bombasteffekte am laufenden Band gepaart mit so ziemlich allem, was derzeit machbar ist, dürfen sich besonders Zoom-Fetischisten freuen. Hier kann man sich direkt ins Spielgeschehen hineinzoomen oder stufenlos soweit hinauszoomen, so dass die gesamte Insel, auf der man sich befindet, überblickt werden kann. Zum Glück kann man das ein oder andere Detail ausschalten, da der PC eines Normalsterblichen sonst recht zuversichtlich in die Knie geht. Wer einen schnellen Rechner hat und sich mit dem Spielprinzip dieses Games anfreunden kann, der sollte es sich auf gar keinen Fall entgehen lassen.
Anforderungen
Prozessor: AMD oder Intel 900 MHz
RAM: 256 MB
GeForce 2-Grafikkarte,
Kompromiss
Prozessor: AMD oder Intel 500 MHz
RAM: 128 MB
Voodoo 3 oder besser.


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