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  • Text: Oliver Reipert
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neverwinter nights


In diesem Sommer erscheint ein geniales Spiel nach dem nächsten. So auch der inoffizielle 'Baldur?s Gate 2'-Nachfolger 'Neverwinter Nights', der ebenfalls aus dem Hause 'Bioware' stammt, das unter den rollenspielenden PC-Freaks einen hervorragenden Ruf genießt.
In der Stadt Neverwinter rafft eine unbekannte Krankheit die Bewohner dahin und dummerweise wurden die magischen Kreaturen bei einem Angriff vertrieben, die zur Gewinnung des Heilmittels dringend benötigten wurden. Also macht ihr euch nach der Generierung eures Charakters und einer kleinen Einführung in die Bedienung des Spiels auf, dem Übel auf den Grund zu gehen. Auf dem Weg zum Ziel des Spiels müssen diverse Rätsel und Quests gelöst und natürlich allerlei Feinde und Gesindel bekämpft werden. Genau das bringt natürlich Erfahrungspunkte, mit denen ihr euren Charakter nach und nach vom Anfänger zur Kampfmaschine züchten könnt. Das Charaktersystem baut übrigens auf das neueste Regelwerk von 'Dungeons & Dragons', was gerade für Fans interessant sein dürfte.
Im weiteren Verlauf des Spiels werden die ersten Schwächen deutlich, da ihr euch durch einen Haufen öder Texte klicken müsst, die ebenso wie die Sprachausgabe in der deutschen Version schlecht übersetzt wurden. Wer also über die benötigten Sprachkenntnisse verfügt, sollte lieber zur Originalversion greifen. Grafisch sieht das Spiel hervorragend aus, kämpft aber im Gegensatz zum spielerisch ähnlichen 'Dungeon Siege' mit langen Ladezeiten und einer kachelartigen Grafik. Dies ist auf den großen Bonuspunkt des Spiels zurückzuführen, da der mitgelieferte Editor auf ein Kachelsystem aufbaut und dadurch sehr einfach zu bedienen ist. Dieser Editor ist nicht nur hervorragend dazu geeignet, eigene Levels zu erstellen, sondern auch um Multiplayer-Spiele als Spielleiter in Echtzeit zu verändern, sprich: neue Monster, Fallen oder Gegenstände in den Levels zu platzieren.
Erfolgte nach dem Anblick der hübschen Grafik erstmal Ernüchterung wegen der Textwüsten im Spielverlauf, so entfaltete sich nach einigen Stunden die tolle Story und das Charaktersystem. Wer dem Spiel eine Eingewöhnungsphase von rund zehn Stunden gönnt, wird dafür mit einem sehr spannenden und auch für Multiplayer sehr interessanten Spiel belohnt.


Meine Hardware-Empfehlung:
Prozessor: AMD oder Intel mit 1 GHz
RAM: 256 MByte
3D-Karte
Festplatte: 2 GByte


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